Bauen, konstruieren und erzählen…

20 Aug

Das Ge-Schichte kann einem schon ganz schön auf die Nerven gehen. Wenn eine auf die andere gelegt wird, oder wir sie nacheinander abtragen.

 

Gestern war auch „jetzt“

22 Jul

Außerhalb der Zeit

Verfallen wir

In halb-wertiges

Dabei ist der Wert doch ungebrochen Ganz

 

Respekt der Geschichte

Vielleicht verhindert die Präsenz von Gestern

In der Zukunft den gleichen Fehler

 

Denn wenn wir die Vergangenheit als irrelevant, verblasst, überlebt

ansehen – wie soll denn die Gegenwart einen Wert haben

Vor dem Morgen?

 

Liebe statt Angst

9 Jul

Eines Tages stand es da. Wie von Geisterhand aufgebaut. Oder von irgendwelchen Schulkindern. Es hatte definitiv Projektstatus, so unperfekt war es. Mitten auf dem Platz stand es ganz frech herum, mit seinen dünnen Wänden aus Wellblech. Dahinter waren die schönen Glasfassaden zu sehen, die ordentlichen und immer aktuellen Schaufensterauslagen. Hochglanzposter im Reisebüro, teure Kleidungsstücke in der Boutique. Und dann das. Einfach diese komische kleine Hütte. Und keiner wusste, was das Ganze sollte.

Ein paar Tage später hatte das Häuschen ein Schild, handgeschrieben natürlich. „Das Tauschhaus“ stand darauf. Ich ging langsam dran vorbei, in beiden Händen hielt ich meine Einkäufe, und kurz überlegte ich, stehen zu bleiben. Doch das war es nicht wert. Vielleicht würde hier jemand einen Flohmarkt veranstalten. Was ging es mich an. Das würde schon bald wieder weg sein.

Am nächsten Morgen ging ich wie gewöhnlich meine Zeitung und Brötchen kaufen. Seitdem ich Rentner war, genoss ich dieses Ritual. Das war meine Freiheit. Für gewöhnlich lief ich dabei quer über den Platz, sah mir ringsherum die Geschäfte an, grüßte hier und da jemanden und ging dann einkaufen. Erst in den Kiosk und dann zum Bäcker.

Doch seit dieses komische Haus da stand, ging das nicht mehr. Ich musste nun in einem Bogen gehen. So machte es keinen Sinn mehr, erst zum Kiosk zu gehen, denn ich kam fast direkt am Bäcker vorbei. Also ging ich zuerst zum Bäcker. Als ich anschließend mit meiner Brötchentüte im Kiosk stand, hatte ich keine Hand frei, um in den Zeitschriften zu stöbern. Der ganze Tag war quasi im Arsch. Ich griff meine Zeitung und ging schlecht gelaunt wieder zur Tür hinaus. Als ich am „Tauschhaus“ vorbei ging, fiel mir ein zweites Schild ins Auge. Die Tauschregeln. Man sollte seine alten, aber noch heilen Sachen ins Häuschen legen und sich dafür das mitnehmen, „was man brauchte“. Ich konnte mir nicht vorstellen, dass ich hiervon irgendetwas brauchen würde. Allerdings war es eine gute Gelegenheit, mal meinen Keller auszuräumen.

Es sollten außerdem keine Lebensmittel hineingestellt werden, sondern nur Bücher, Kleidung (gewaschen) und Haushaltsgeräte.

Das Haus war dunkel und sah ungemütlich aus. Ich fragte mich, wie lange es hier stehen bleiben sollte. Die ersten Frauen gingen schon ein und aus, die meisten brachten Dinge, anstatt etwas mitzunehmen. Ich ging nach Hause und beschloss, dieses unangenehme Gebilde zu vergessen.

Doch jeden Morgen musste ich wieder am Tauschhaus vorbei gehen. Obwohl ich zunächst zum Bäcker kam, ging ich aus praktischen Gründen weiter zum Kiosk und dann noch einmal zurück zum Bäcker. Dann ging ich wieder in großem Bogen am Schandfleck unseres kleinen Einkaufszentrums vorbei.

Als das Ding schon zwei Wochen dort stand und der Betrieb auf Hochtouren lief, brachte ich eine alte Bohrmaschine und eine Handvoll Bücher ins Tauschhaus. Es interessierte mich schon, wie das Ding von innen aussah. Wie ich es mir gedacht hatte: Dunkel und eng. Kleidungsstücke lagen auf Tapeziertischen oder hingen an Kleiderstangen. Außerdem lagen und standen überall Bücher herum. Auf dem Fußboden standen Kartons und Wannen, aus denen Haushaltsgeräte heraus ragten. Ich legte meine Bohrmaschine zu einem Mixer und die Bücher auf einen Stapel alter, vergilbter Hefte. Dann ging ich schnell wieder an die frische Luft.

Am nächsten Tag war das hässliche Wellblechhaus plötzlich bunt. Jemand hatte es angemalt! An den Seitenwänden ragten in riesiger Schrift im Graffiti-Stil die Worte „Tausch-Haus“ und „Liebe statt Angst“ hervor. Darunter waren zwei Figuren zu sehen, die offensichtlich einen männlichen und einen weiblichen Roboter darstellen sollten. Der Roboter-Junge hielt dem Roboter- Mädchen eine Blume entgegen. Sollte das jetzt etwa bedeuten, dass dieses Ding hier stehen bleiben sollte? Ich rief sofort die Stadtverwaltung an. Eine junge Frau antwortete am anderen Ende der Leitung. Ich schilderte ihr das Projekt und fragte nach seinem Status.

„Ach das Tauschhaus, ich weiß schon. Ist es nicht wunderbar?“ Ich antwortete nicht. Sie musste meiner Anfrage doch entnommen haben, dass ich es ganz und gar nicht wunderbar fand. „Also das hat der Bürgerverein gegründet, es finanziert sich komplett aus Spenden. Die Stadt hat dann allerdings die Standgebühr erlassen, so dass es nun quasi keine Kosten mehr produziert. Es kümmern sich Freiwillige darum, dass alles sauber und ordentlich bleibt.“

Ich konnte es nicht fassen. „Soll das etwa heißen, das Ding bleibt dort auf Dauer stehen? So sauber und ordentlich ist es nämlich gar nicht, wissen Sie? Das kann ja kein langfristiger Zustand sein.“

Sie ließ sich nicht von ihrer Euphorie abbringen. „Der Bezirk bekommt sogar einen Preis für das Projekt. Das Geld fließt wiederum direkt in die Jugendarbeit.“ Das war ja alles schön und gut, aber so was hätte man ja auch direkt mit Spenden unterstützen können. Dazu musste ja kein Dauerflohmarkt mitten in unserem Einkaufszentrum den schönen Platz verschandeln. Ich legte wütend den Hörer auf.

Am nächsten Tag ging ich zum Bäcker und merkte dann, dass ich vergessen hatte, zuerst meine Zeitung zu kaufen. Wütend knallte ich der Kassiererin das Geld auf den Tresen. Es interessierte mich nicht, dass die anderen Kunden mir komische Blicke zuwarfen. Ich hatte ein Recht auf meine Wut! Ich hatte ein Recht auf meine Freiheit! Warum mussten diese bescheuerten Leute ihre alten Klamotten in diesem frechen Klotz mitten auf meinen schönen Platz bringen? Konnten sie nicht wie alle anderen auch zum Altkleidercontainer laufen? Und über die Bücher hätte sich auch die Bücherhalle gefreut. So wurden sogar noch Arbeitsplätze gefährdet! Ich bekam mich gar nicht wieder ein. Ich überlegte, ob ich einen wütenden Brief an die Stadtverwaltung schreiben sollte. Nein, besser noch, ich würde direkt Unterschriften sammeln.

Ich sprach mit meinen Nachbarn, zog von Haus zu Haus und redete mit allen über die Situation. Doch auch wenn sie alle mehr oder weniger meiner Meinung waren, wollte keiner unterschreiben. „Es wird schon nicht ewig da stehen“, sagten sie. Oder „So schlimm ist es ja schließlich nicht. Es sieht doch ganz niedlich aus.“ Ich hätte kotzen können. Sie sahen einfach nicht ein, dass sich das Problem nicht von alleine lösen würde.

Drei Tage noch zog ich jeden Tag meine morgendliche Runde über den Platz und jeden Tag wurde ich wütender.

 

Dann verrauchte die Wut.

Am vierten Tag trat ich vor die Haustür und die Sonne schien. Ich atmete tief durch. Langsam ging ich zum Einkaufszentrum. Als ich die große Menschentraube sah, die sich auf dem Platz versammelt hatte, setzte mein Herz einen Schlag aus. Auf dem Platz sah ich den großen Aschehaufen – genau dort, wo gestern noch das Tausch-Haus gestanden hatte. Ein Polizist stand gelangweilt daneben und bewachte ein Absperrband. Empörung sah anders aus, dachte ich mir. Die Leute waren offensichtlich aufgeregt, aber es schien fast eine freudige Erregung zu sein. Endlich war hier mal etwas passiert! Ich ging weiter zum Kiosk, meine Schritte schon etwas leichter als zuvor.

Ein paar Tage später zeugte nichts mehr von dem einstigen Projekt, außer einem schwarzen Fleck auf dem Boden. Doch der Regen würde auch den irgendwann hinwegspülen. Und dann wäre alles wie immer.

Keine Blechhütte würde die schönen Fassaden verdecken, kein Müll mehr von den Leuten aus ihren Kellern hervorgeholt und ausgetauscht werden. Ich konnte endlich wieder ganz in Ruhe meine morgendliche Tour gehen. Erst zum Kiosk, dann zum Bäcker.

Entzug – Wer bin ich eigentlich ohne Kaffee?

5 Jul

Ich rauche nicht. Ich liebe Schokolade, aber ich halte es aus, darauf zu verzichten. Bei Schlaf wird es schon schwieriger. Aber nie im Leben hätte ich geahnt, wie süchtig ich tatsächlich nach Kaffee bin.

Am Wochenende hatte ich die Eingebung, mal für eine Weile auf Kaffee zu verzichten. Ein paar Wochen einfach mal Tee trinken. Dann realisierte ich, was ein Koffeinverzicht noch bedeutete. Keine Cola. Keine Kopfschmerztabletten mit Koffein. Kein Energydrink. Nicht dass ich das alles permanent brauche. Aber ich brauche es in sicherer Reichweite, vor allem, wenn die Kopfschmerzen einsetzen.

Am Abend meines schicksalhaften Entschlusses führte ich ein ebenso schicksalhaftes Gespräch. Ich traf jemanden, der – welch ein Zufall! – auch gerade seit 4 Wochen auf Kaffee verzichtet hatte. Die Bilanz: 4 Tage Kopfschmerzen, 10 Tage Müdigkeit, dann die Wunderheilung.

Ich war begeistert. Am nächsten Morgen trank ich Tee. Und es ging mir gut. Ich hoffte, dass ich das Ganze einfach ohne Entzugserscheinungen durchmachen konnte. Am Nachmittag war ich nicht nur unglaublich müde, sondern realisierte auch, dass ich meinen letzten Kaffee überhaupt nicht bewusst getrunken und genossen hatte! Das ging gar nicht. Leise dämmerte mir, wie bescheuert ich es immer gefunden hatte, wenn jemand noch einmal seine „letzte Zigarette“ genießen wollte. Und nun hing ich dort, völlig ausgelaugt, und kaufte einen völlig überteuerten und winzigen Kaffe im Speisewagen der Deutschen Bahn. Wenn das mal nicht für eine handfeste Sucht sprach.

Am nächsten Morgen trank ich wieder stolz meinen Tee. Und am Nachmittag hing ich wieder in den Seilen. Ich beschloss, den letzten Kaffee noch einmal ganz bewusst und in Ruhe zu trinken und schmiss das – zunächst – letzte Mal meine Nespressomaschine an. Sie ist viel zu schade, um nur vor sich hin zu stehen, dachte ich noch. Und denke es seither jedes Mal, wenn ich an ihr vorbei gehe.

Der erste Tag war schlimm. Ich hatte keine Kopfschmerzen, aber ich hätte im Bus oder in der Bahn einfach einschlafen können. Auch am Schreibtisch fielen mir einmal die Augen zu. Auf dem Nachhauseweg googlete ich alle möglichen Nebenwirkungen von Koffeinentzug. Aber so schlimm würde es bei mir schon nicht werden. Ich trank ja höchstens einen oder zwei Tassen Kaffee am Tag. Vielleicht dazu noch eine Cola.

Der zweite Tag war der Horror. Ist der Horror.

Wieder war ich abgeschlagen, müde, dazu launisch, und ach ja, ich bekam Kopfschmerzen. So schlimm, dass mir davon schlecht wurde. Das kenne ich noch aus meiner guten alten Migräne-Zeit. Glücklicherweise weiß ich, was ich tun muss. Unglücklicherweise will ich keine (Koffein)Tabletten nehmen.

Ich entschied mich also, es durchzustehen. Dann überlegte ich, ob es das alles überhaupt wert war. Was machte es schon, wenn ich einen Kaffee am Tag trank?

Aber allein diese Fragen geben mir ein Gefühl der Bestätigung. Ich bin stärker.

Und am Ende hat es mich dazu gebracht, mal wieder etwas zu schreiben. Wenn das kein Gewinn ist.

Katzen-Zeit

21 Nov

Du zwingst mich mitten am Tag, mehrere Minuten ganz ruhig sitzen zu bleiben. Obwohl ich eigentlich aufspringen und etwas tun möchte – oder glaube, etwas tun zu müssen – werde ich hier sitzen bleiben und deinen kleinen Körper festhalten. Dich einfach ansehen, wie du atmest. Meine Beine beginnen vielleicht zu zittern, aber irgendwann geht auch das vorbei.

Bis du irgendwann aufspringst und deiner Wege gehst, oder ich dich wecke und du unwirsch deine Krallen und Zähne in meine Hand bohrst.

Du weißt, dass alles seine Zeit hat. Ich lerne das gerade.

Fragen, Fragen, Fragen!

24 Aug

Nominiert für den Liebsten Blog Award (zu dem man hin und wieder von lieben Mitbloggerinnen und Mitbloggern nominiert wird, aber niemals gewinnt – außer ganz tollen Antworten und Einsichten, Gedanken und hoffentlich Inspiration), antworte ich heute sehr, sehr gern auf die spannenden Fragen von Madame Contraire. Für eigene Fragen reicht meine Kraft und Inspiration heute leider nicht aus.

Vielen Dank, liebe Madame. Ist es wirklich schon fast ein Jahr her? Die Zeit rennt…ich hoffe ebenfalls auf baldige Wiederholung unseres beinahe schicksalhaft anmutenden Treffens im goldenen Oktoberlicht😉

1.Madame duzt, Madame siezt, Madame ist verwirrt. Wie halten Sie es mit Duzen und Siezen, was bedingt die jeweilige Anrede und was steckt letztendlich Ihrer Meinung nach hinter all dem Formalismus?

Verwirrt bin ich auch des öfteren, besonders, wenn Leute dich beim Vornamen nennen und dann siezen. Da weiß ich absolut nicht mehr zu antworten. Ich verwende dann auch den Vornamen und versuche, dem DU / SIE aus dem Weg zu gehen. Man ist überrascht, wie lange das gelingt. Nicht wahr?

Also grundsätzlich duze ich gerne und schnell. Wenn jemand älter als ich aussieht (also so ab vierzig würde ich sagen), dann fange ich manchmal mit einem Sie an. Letztens hab ich einen Mann an der Kasse neben mir geduzt und den Kassierer (der offensichtlich jünger war) gesiezt. Das hat mich selbst überrascht.

Im geschäftlichen Bereich sieze ich sehr stringent. Das habe ich von einer Freundin übernommen, die in Wien aufgewachsen ist. Sie hat eine absolut selbstverständliche Art, die Form zu wahren und höflich zu sein. Die läuft einem in Hamburg so nicht über den Weg. Die Leute duzen sich, siezen sich, sind verwirrt…sie ist da sehr klar und das liebe ich. Ich finde auch, man bietet das Du an. Von oben nach unten. Punkt.

Ich bin total gerne im englischsprachigen Ausland unterwegs, da kann man alle Leute höflich youzen. In Frankreich wäre ich wahrscheinlich überfordert. Mehr noch als hier.

2.Wenn Sie zurückschauen auf Ihren ersten Blogeintrag, sich Ihre ursprüngliche Intention vor Augen halten, weshalb Sie ein Blog gestartet haben: Haben sich Ihre Ziele im Laufe der Zeit verändert? Haben Sie erreicht, was Sie ursprünglich beabsichtigt haben mit Ihrer Blogidee?

Oh Gott, ich glaube ich wollte witzig sein. Ich wollte meinen Gefühlen Ausdruck verleihen (gefangen in einer Stadt, die ich liebe und hasse – mich selbst gefangen haltend und wohl darum wissend) und außerdem etwas Neues, Interessantes machen.

Im Laufe der Zeit haben sich meine Ziele absolut geändert und irgendwie auch nicht. Ich möchte immer noch witzig sein, aber das ist nicht mehr die Hauptmotivation. Vor allem möchte ich schreiben – ohne Schranken im Kopf. „Tourist im eigenen Leben“ sein. Leider hat mich die Hamburg-Nummer ziemlich schnell ziemlich stark eingeschränkt. Ich habe dann auch einfach über alles Mögliche geschrieben.

Irgendwann öffnete ich noch ein Blog mit englischen Gedichten, gab das aber bald wieder auf. Es schien alles gesagt zu sein.

Habe ich mein Ziel erreicht? Wahrscheinlich habe ich keinen wirklichen Beitrag zur Bloggerszene Hamburgs geliefert, war selten wirklich witzig und auch sonst ist das Ganze etwas eingeschlafen. Zwischendurch ist es immer noch ein gutes Ventil, aber ich schreibe inzwischen regelmäßig woanders. Anonym. Das gibt mir wesentlich mehr Freiheit.

3.Waren Sie schon einmal gedanklich soweit, Ihren Blog wieder zu schließen? Welche Tiefen sind Ihnen als Blogger schon begegnet?

Ja, ein paar Mal. Dann habe ich einfach eine Pause einlegt und festgestellt, dass es okay ist. Wenn man nach Wochen oder Monaten „zurückkommt“, sind die gleichen großartigen Leute wieder oder immer noch da, oft kann man sogar tolle Beiträge „nachholen“ und hat in der Zwischenzeit etwas erlebt, worüber es zu schreiben lohnt.

Ansonsten Tiefpunkte wohl eher in der Hinsicht, dass ich mich verfranst habe. Mehrere Blogprojekte nebeneinander haben nicht so gut funktioniert. Inzwischen schreibe ich hier nur noch unregelmäßig, aber mit viel Spaß – auf der anderen Seite geht es um ganz andere Dinge.

4.Und welche Höhen haben Sie in Ihrem Bloggerleben bereits erlebt? Ein besonders denkwürdiges Blogereignis?

Mein absolutes Highlight war im letzten Oktober, als ich einige Blogger persönlich kennen lernen durfte, unter anderem die phantastische Madame Contraire. Unglaublich, dass das fast ein Jahr her ist…

Außerdem bin ich ganz froh, dass ich mir meine eigene Strenge genommen habe und nur noch zum Spaß blogge.

5.Wenn Sie anonym bloggen: Lassen Sie Menschen aus Ihrem realen Umfeld in den Genuss Ihres Blogs kommen? Warum nicht?

Nein, denn die sollen hier mitlesen. Anonym schreibe ich, um völlig frei von den Themen hier zu sein und ohne im Hinterkopf zu haben, für jemanden zu schreiben.

6.Haben Sie sich schon einmal gewünscht, einen Blogbeitrag nie veröffentlicht zu haben?

Absolut. Einmal habe ich panisch darüber geschlafen, um am nächsten Morgen festzustellen, dass der Beitrag doch ganz okay war.

Einmal habe ich einen Beitrag nach einem Tag gelöscht. Wochen später stellte ich ihn dann wieder ein – der musste einfach reifen.

Einen habe ich sofort wieder gelöscht. Weil ich wusste, wer alles mitliest und niemanden verletzen wollte (obwohl die Person interessanterweise nie direkt mitgelesen hat, aber durch andere davon hätte erfahren können).

Einmal hat sich jemand angesprochen gefühlt, der gar nicht gemeint war – da habe ich gelernt, loszulassen. Du weißt nie, was wie von wem auch immer aufgenommen wird.

7.Wie viele unveröffentlichte Beiträge liegen noch in Bearbeitung, wie viele davon werden es voraussichtlich zur Veröffentlichung schaffen?

Nicht so viele. Vielleicht zwei. Wenn ich etwas scheiße finde, lösche ich es sofort. Die beiden liegen wahrscheinlich nur noch rum, weil ich die Idee immer noch gut finde, aber keine Lust habe auf die Umsetzung.

8.Inspiration, Technik, Ritual, Zeiteinteilung. Wie schreiben Sie?

Ein Thema zum Heulen. Ich möchte gerne regelmäßig schreiben, schaffe es auch zeitweise. Dann wieder schreibe ich an ganz anderen Dingen als ich eigentlich wollte. Es ist also noch sehr infantil. Wobei ich nicht weiß, ob ich wirklich erwachsen schreiben möchte…

9.Mögen Sie Kuchen?

Klar mag ich Kuchen. Das einzige was noch besser ist als Kuchen, ist Kuchenteig. Oder Eiscreme. Oder Schokolade.

Oh, ich weiß es: Schokoladeneistorte!!!

10.Wie lautet die Frage, die Sie schon immer einmal gerne gestellt bekämen? Sie dürfen Ihre Antwort darauf natürlich gleich mitliefern, wenn Sie möchten.

Auf die Gefahr hin, einen wirklich guten Flow zu unterbrechen: Ich weiß es gerade nicht. Ich denke aber weiterhin darüber nach und werde die Frage bei Gelegenheit nachliefern.

Wer Lust hat, darf sich auch eine ausdenken😉

Beobachtungen

17 Aug

Was hat die Milch gemeinsam mit dem Waschmittel und dem Toilettenpapier?

Richtig, den Plüschbären.

Und was sagt uns das? Vielleicht, dass wir es gerne alles ein bisschen flauschig haben. Mit Bärenpower, versteht sich.