Über Verkehrsmittel und Sandsackpartys

6 Jun

Hamburg ist keine Stadt der Autos. Es gibt einfach zu wenige Parkplätze. Hamburg ist auch keine Stadt der Fahrräder. Radwege werden teilweise gar nicht als solche anerkannt. Außerdem bepöbeln sich rücksichtslose Autofahrer und gedankenlose Drahteselbesitzer gegenseitig. Gewinnen kann man da eigentlich nicht, aber darum geht es wohl auch nicht. Hamburg hat keine Straßenbahn (nicht mehr und noch nicht wieder). Wir versuchen ja alles, aber so richtig gerecht werden wir keiner Zielgruppe, die sich in der Hansestadt bewegen möchte. Außer vielleicht den Pendlern in den S- und U-Bahnen (wenn man denn zur richtigen Zeit unterwegs ist, also bitte nicht im Berufsverkehr). Park+Ride soll jetzt auch noch kostenpflichtig werden. Was sollen wir da nur machen?

Es ist verflixt mit der Fortbewegung. Am besten einfach mal rausgehen, die Füße benutzen, ein Stück laufen und durchatmen. Und sich dann in ein Boot setzen. Davon gibt es viele tolle Exemplare in der schönsten Stadt der Welt: Alsterschipper, Segelboote, Hafenrundfahrtsbarkassen, große Frachter (na gut, das wird schwierig mit dem Mitfahren), Elbfähren und natürlich auch Tretboote, Ruderboote und Hausboote. Wir sind halt ne Wasserstadt. Das wird in den nächsten Tagen natürlich auch für uns doof, wenn das ganze Regenwasser aus Süddeutschland/Ostdeutschland die Elbe entlanggeschwommen kommt, aber zum Glück sind wir ja gut vorbereitet. In Dresden werden angeblich sogar Sandsackpartys geschmissen. Endlich mal ein wenig deutsche Gelassenheit. Man sieht sie selten. Mag an der Sonne liegen, die sich seit einiger Zeit mal wieder blicken lässt, oder eben an der Erfahrung, die wir mit Hochwasser bereits gesammelt haben. Damals, 1962, hatte Hamburg ja auch ein kleines Hochwassererlebnis. Gott sei dank ist nun wenigstens Sommer, wenn das auch im Süden der Republik nicht jedem hilft.

Wo waren wir? Bei den Booten und Schiffen. Was ich noch empfehlen kann, ist die MS Hedi, ein Partyschiff, das soweit ich weiß täglich (zumindest am Wochenende) einmal die Stunde im Hafen anlegt, dann darin herumfährt und dabei eine einmalige Atmosphäre bietet. Tickets kann man vor Ort kaufen, es ist aber nicht garantiert, dass man mitkommt. Lohnt sich aber auf jeden Fall. Ich habe da mal einen sehr netten Junggesellinnenabschied gefeiert (die nehmen solche Risiko-Gruppen aber nicht mit! Also Verkleidung vorher beseitigen). Wenn man nun so gar nicht auf Schiffe und Boote steht, kann man natürlich immer noch ins Flugzeug steigen und so weit weg wie möglich fliegen. Am besten irgendwo in die Berge.

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3 Antworten to “Über Verkehrsmittel und Sandsackpartys”

  1. mitlucyumdenblog Juni 7, 2013 um 5:43 am #

    Oh, hoffentlich wird das mit dem Hochwasser bei Euch nicht so schlimm! Wir hier haben damit gar keine Erfahrung (zum Glück!). Wahrscheinlich wäre man da in den Bergen tatsächlich besser aufgehoben – obwohl: der Elbstrand, die Alster ….Herrlich! Viele Grüße!

    • hamburgerdeern84 Juni 7, 2013 um 3:31 pm #

      Das ist lieb, aber ich glaube so schlimm wird das tatsächlich nicht. Viel schlimmer ist es ja, wenn es so plötzlich kommt und man gar nicht darauf vorbereitet ist…lieben Gruß zurück vom sommerlichen Elbstrand!
      P.S. Ich kann mich jedes Mal über den Streich mit den Ohren totlachen 🙂 Arme Knickohrlucy 😉

      • mitlucyumdenblog Juni 8, 2013 um 7:32 pm #

        🙂

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