Warum eigentlich bloggen?

18 Okt

Als ich angefangen habe, hier meine Gedanken über meine Heimatstadt und mein zwiegespaltenes Verhältnis zu ihr zu veröffentlichen, war es eher ein Experiment als ein lang angelegtes Projekt. Und doch poste ich jetzt seit einem halben Jahr in mehr oder weniger regelmäßigen Abständen, was mir so begegnet und durch den Kopf geht. Und ich bin fasziniert von den vielen anderen Leuten, die tolle Ideen, Geschichten, Gedanken oder auch Poesie veröffentlichen. Und natürlich Fotografie.

Ich freu mich, wenn mir jemand in der „realen“ Welt über den Weg läuft und mich auf einen Eintrag anspricht – am Anfang war das sogar (traurigerweise?) ein Kriterium für mich, weiterzumachen. Ich war aufgeregt und verfolgte die Reaktionen. Natürlich ist es mir immer noch total wichtig, was andere denken (nur allzu menschlich, wie ich es mir immer selbst schön rede…). Aber ich schreibe hier inzwischen auch wirklich für mich selbst. Als eine Art Übung, Ausgleich, um bei mir selbst zu bleiben. Ich danke euch allen, die das eine oder andere hier interessant finden. Und vielleicht sogar regelmäßig die Einträge verfolgen. Danke euch.

Das Wichtigste aber habe ich erst gestern Abend realisiert. Ich wollte mein ganzes Leben schon Schriftstellerin werden. Naja, seit ich denken kann und schreiben zumindest. Ich habe dann auch eine Reihe spannender erster Seiten verfasst. Ich liebe erste Seiten. Alles ist neu, alles möglich. Ich bin total verbunden mit der Geschichte und den Figuren. Und wenn (also auch falls) ich mich dann ein zweites Mal an die Story setze, ist meistens alles weg. Nur bei wenigen Projekten ging es mir nicht so. Daher ist hassliebehamburg wirkilch ideal für mich. Lauter erste Seiten. Jedes Mal kann man völlig neu anfangen, ein brandneues Thema bearbeiten und immer wieder von vorn anfangen. Und doch gibt es eine Verbindung, ein übergeordnetes Thema. Darum liebe ich das Bloggen.

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2 Antworten to “Warum eigentlich bloggen?”

  1. mitlucyumdenblog Oktober 19, 2013 um 10:10 am #

    Genau so ergeht es auch mir – es ist mir noch nie gelungen, ein Buch fertig zu schreiben. Irgendwie reicht mein „Atem“ dafür wohl nicht aus. Aber als Journalistin sind all meine Artikel „erste Seiten“, kleine abgeschlossene Geschichten in der großen Zeitung, genauso wie im Blog 🙂 „Schnelle Ergebnisse“ liegen mir wohl mehr als Langzeitprojekte. Aber vielleicht irgendwann einmal …. 1001 Grüße von Lucys Frauchen

  2. Maulwurf aus Bergedorf Oktober 20, 2013 um 8:05 am #

    Ich verfolge regelmäßig hier Deine Artikel und manchmal ist weniger doch mehr oder?
    Es muß doch nicht immer ein Roman sein – kleine Kurzgeschichten über Hamburg und Dein Leben und die Welt ist doch interessant und kann auch spannend sein.
    Auf der anderen Seite haben viele Autoren klein angefangen – und wer weiß? Vielleicht schreibst Du ja doch mal ein Buch so mit 300 Seiten ?
    Liebe Grüße und weiter so……..:-)

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