Im Auto durch Hamburg

23 Okt

Generation Hello Kitty

In Hamburg sind immer noch viele Leute mit dem Auto unterwegs. Trotz hoher Benzinpreise, trotz der Umweltfrage und vor allem: trotz ständiger Staus. Naiv setzt sich der oder die moderne Großstädter(in) hinters Steuer und denkt jeden Tag wieder, er oder sie würde in Eimsbüttel, Eppendorf oder an der Alster schon einen Parkplatz finden. Und mit der richtigen Einstellung klappt es sogar meistens. Warten auf den Bus? Nee, lieber eine halbe Stunde Stop-and-Go, da hat man es wenigstens selbst in der Hand. Also gefühlt zumindest.

Viele müssen auch aus beruflichen Gründen durch den Feierabendverkehr. Mit ihren Kollegen oder Chefs sitzen sie zusammen im Wagen und quetschen sich Zentimer für Zentimeter Richtung Firma, wo sie dann endlich in die Bahn springen können. Achja, die ist ja auch voll. Nun denn.

Die meisten Autos transportieren nur eine oder zwei Personen. Auch bei einem Zweitürer gehen zwar hinten noch Leute rein, aber genau diesen Luxus gönnt man sich ja im Auto: für sich zu fahren. Zwischen Taxis, Bussen und Pizzaboten – manchmal auch einigen Monstertrucks – bahnt sich Hamburgs bürgerliche Straßenelite dann ihren Weg. Und wieder zurück.

Ziemlich neu ist ja nun auch Car2Go, ein bisschen wie das Stadtrad in Automobilform. Das beste an diesen Mini-Mietwagen (mini sowohl in Form der Größe als auch Dauer der Mietzeit) ist, wie ich finde, dass man es einfach irgendwo stehen lassen kann, wenn man fertig ist. Und der nächste muss es dann finden.

Und neu ist auch der Trend, überall ein Navigationsgerät zu benutzen. In beinahe jedem Auto um mich herum sehe ich die kleinen Monitore, aber wenn ich mal von einigen meiner (zugegeben weiblichen) Freunde ausgehe, nützt es manchmal trotzdem nix. Ich verfahre mich lieber richtig. Ohne Navi. Dann sieht man auch was von der Welt. Aber doch lieber erstmal nur in Hamburg, da kenne ich mich zumindest theoretisch aus. Und man kann ja immer noch sein Telefon anschmeißen und sich die Map anschauen…was haben wir eigentlich früher gemacht?

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4 Antworten to “Im Auto durch Hamburg”

  1. Maulwurf aus Bergedorf Oktober 23, 2013 um 5:42 pm #

    Im Prinzip gebe ich Dir Recht viele denken lieber Stop-and-Go als die öffentlichen Verkehrsmittel aber in unserer lieben Großstadt kommst Du manchesmal sogar mit dem Auto schneller an Dein Ziel als mit Bus und Bahn. Kommt aber auch auf den Zeitpunkt und den Start und das Ziel an. Aber wahrscheinlich hat es leider auch mit der heutigen schnelllebigen Zeit zu tun: Bloß nicht ein bißchen ruhiger angehen lassen alles muß schnell und hektisch geschehen.

    • hamburgerdeern84 Oktober 23, 2013 um 8:04 pm #

      Naja an sich liebe ich das Autofahren ja trotzdem 😉 und im Prinzip ist es Glück ob es gerade mit Auto oder mit den Öffentlichen besser geht – siehe zum Beispiel Elbbrückensperrung. Da ging in der Bahn gar nichts mehr, mit dem Auto konnte man aber zumindest über Umwege in die City gelangen…als sie letzte Woche mal wieder eine Bombe gefunden haben im Hafen.

      • Holger Dezember 2, 2013 um 8:09 pm #

        Moin, endlich mal wieder Zeit hier rein zu schauen. Muss mir wohl doch irgendwann ein mobiles Gerät für die Bahn besorgen, damit ich öfter im Netz bin. Ach ja, früher wie heute nutze ich am liebsten den Stadtplan und schaue mir an wo ich hin will. Schon weil beim Pläne machen die Reise beginnt. Und mit einem Navi entstehen für mich keine Bilder, da reise ich doch lieber schon vorher auf der Karte los 🙂

      • hamburgerdeern84 Dezember 2, 2013 um 8:30 pm #

        Schön, dass du wieder mal reinschaust 🙂 Ja, solche mobilen Geräte sind schon vorteilhaft, wenn auch schlecht für den Nacken. Stadtplan? So auf Papier? Mit Google Earth bekommst du auch schon ganz tolle Bilder vorweg zu sehen. Aber auch da empfiehlt sich so ein mobiles Gerät. Obwohl die selbst phantasierten Bilder wahrscheinlich immer noch die besten sind.

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