Perspektivwechsel

16 Nov

Heute habe ich einen Kanadier bei Starbucks getroffen. Er stand vor mir in der Schlange und kaufte zwei Espressotassen mit der Aufschrift „Germany“. Dann lernte er das Wort „Tüte“. Es war so süß, wie er es wiederholte – ich sprach ihn also an und fragte, woher er komme. Als er Kanada antwortete, war ich natürlich sofort begeistert. Erzählte ihm, wo ich gelebt habe und erfuhr, dass er aus Quebec kommt und in der Nähe von Toronto arbeitet. Und einmal im Monat (!) für eine Woche hier in Hamburg. Wir waren uns einig, dass das ganz schön heftig ist, nicht zuletzt wegen des Jetlegs. Aber er könne hier nun noch seine Weihnachtseinkäufe erledigen und müsse bis zum nächsten Jahr auch nicht mehr herkommen.

Und dann sagte er, Hamburg sei wunderschön. Ich grinste schief. Wenn er wüsste. Ich wollte damals nur von hier weg und bin förmlich nach Kanada geflohen. Zunächst dachte ich, er mache eines von diesen höflichen Komplimenten. Aber dann sagte er ganz ernst und feierlich, „You are so lucky to be able to live here.“ Seine Worte gehen mir nicht aus dem Kopf. Irgendwie bin ich seit heute ein Stückchen mehr hier zuhause. Ja, wir haben wirklich Glück. Und langsam kann ich es sogar genießen.

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