Gedankenfetzen

9 Feb

Vor einigen Jahren gab es noch Videorekorder. Man musste diese für viel Geld erstehen. VHS war nur ein Format unter mehreren. Wenn man Glück hatte, setzte es sich durch. (Schwachsinn, es hat sich natürlich durchgesetzt. Wenn man Glück hatte, hat man also dieses gleich gekauft.) – Alles eine Frage der Perspektive. Die Weisheit der Zukunft, in der wir heute existieren. Einer möglichen Zukunft. Also aus der damaligen Sicht. Was für ein Wahnsinn, dass wir in einer Möglichkeit leben, die zur einzig realen Wirklichkeit geworden ist – für uns. Heute. Versteht sich.

Es wird spät, es wird surreal. Wir entschwinden in die Welt der Träume. Nur in der Verschwommenheit gelangen wir manchmal zur Wahrheit und Klarheit. Wieso und wie, wird mir wohl immer ein Rätsel bleiben. Als ob ich im Wachsein vernebelter wäre als im Dämmern. Besser gesagt: weniger sehend, da mein Blick stumpf und zielgerichtet ist. Das Neben und Drumherum fällt weg.

Doch ist weniger nicht manchmal mehr?

Alles hat seine Zeit. Will man alles auf einmal, geht es langsamer voran. Der schnellste Weg führt eben manchmal über die Ruhe, die Achtsamkeit. Den Bedacht. Hat Bedacht einen Artikel? Und wenn ja, welchen? Mit Bedacht. Mit dem Bedacht. Mit der Bedacht. Nee. Alles Schmarrn.

Und dennoch: Die Welt um uns herum soll sich gefälligst unserem Tempo anpassen. Ansonsten wird es unerträglich.

Gute Nacht.

 

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