Das Lowlight

18 Jun

Wenn die Lichter langsam herunter gedreht werden, du dir einen Dimmer kaufst, um die Beleuchtung all dessen zu regulieren, was dir vielleicht nicht mehr am Abend ins Auge springen soll. Nicht das Gegenteil von Highlight, denn auch das wäre groß und dramatisch, das verdient einen ganz anderen Namen.

Wenn du dir die Hälfte dazu denken kannst oder einfach erinnern, wobei das manchmal dasselbe ist. Wenn du nur die eine Seite siehst, oder die Schemen und Schatten, die Umrisse, die Idee sozusagen.

Auf keinen Fall die Wahrheit. Eine Wahrheit? Die momentane? Die grell beleuchtete, einfache Wahrheit? Oder vielleicht sogar ein echtes Highlight, so richtig schön in Szene gesetzt und angestrahlt, von der Schokoladenseite sozusagen.

Wenn du also einfach das Licht verringerst und somit auch ein Stück weit romantisierst, wenn du einen Teil verschwinden lässt, vielleicht, um dich auf das Wesentliche zu konzentrieren. Da sind die Lowlights, die leisen Töne im Licht. Um sich all dem zu widmen, was ansonsten nicht gesehen wird. Um Raum zu lassen für Neues, für Ungehörtes.

Nicht die Enttäuschung finde ich in diesem Begriff, sondern das Potenzial.

 

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2 Antworten to “Das Lowlight”

  1. SalvaVenia Juni 18, 2014 um 11:56 pm #

    Eine sehr angemessene Sichtweise.

  2. themagnoliablossom Juli 27, 2014 um 11:59 am #

    wunderbar 🙂

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