Ehre und Geleit

29 Sep

Die Füße bleischwer, das Herz ein zerfließender Stein.

Dort sitzen sie. Die Gebrochenen und die Angeknicksten. Die Verwirrten und die Angehauchten. Die Unschuldigen und die Bedauernden. Die Jungen, die zum ersten Mal Verlust erleben und die Alten, die nicht mehr zählen mögen und klar unterscheiden schon gar nicht.

Und da die Realität manchmal so schwer einzuordnen ist, kleiden wir sie in eine Zeremonie.
Blumen wie das pure Leben und ein Bild, bei dem man vor Freude weinen möchte.
Du wirst zu Worten, Gedanken, Liedern, Tränen, Erinnerungen.

Die drückende Schwere verwandelt sich zu einem Moment des Unglaubens, beinahe loslachen möchte man angesichts der Unfassbarkeit. Aber dieser Moment weicht einem Ankommen, bei dir.

Gelacht wird später, zu angemessener Zeit. Weniger irre, als vielmehr erleichtert.

Die Glocken läuten, wir erheben uns und machen uns auf zum schwersten Gang.

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