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Gastbeitrag der Katze…

14 Aug

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Berlin, nur für mich

8 Dez

So kurz war ich wohl noch nie hier. So früh glaub ich auch nicht. Ich bin sehr erleichtert, als die Veranstaltung mit eben diesen Worten aus meinem Kopf eingeleitet wird, müde sind hier also auch noch andere.
Ich sehe nicht viel von der Stadt, was zum Teil am Regen (oder ist es Nebel?) liegt und zum anderen Teil am kurzen Weg vom und zum Hauptbahnhof. Aber es macht nichts, ich mag den Hauptbahnhof. Aussicht gibt es trotzdem.

Ich kann es nicht beschreiben, aber das muss ich heute auch gar nicht. Ich bin einfach nur mal hier. Viel zu sehr habe ich mich ständig beobachtet und analysiert bei meinen früheren Besuchen. Dieses Mal kann ich es einfach als das nehmen, was es ist: ein Besuch. Und wenn es eines Tages mehr ist…ok. Aber für heute fahre ich zurück und freue mich, dass dadurch sogar noch jemand anderes nach Berlin fahren kann.

Eppendorf

8 Jul

Nur ein Wort trifft dieses Gefühl, das mich hier immer noch beschleicht, mitnimmt, erfasst: Zuhause. Dies waren sechs, vielleicht sogar sieben Jahre meines Lebens.

Es fühlt sich immer noch so seltsam normal an, hier die Straßen entlang zu gehen. Den Eppendorfer Markt, vorbei an dem kleinen, unauffälligen Schild mit dem Gedicht Wolfgang Borcherts („Sag nein“), weiter am guten alten Penny-Markt in der Erikastraße, das „Borchers“ links liegen lassend dann, schließlich, hinauf zum Lokstedter Weg. Hier habe ich gewohnt, gelebt, geliebt, gehasst… das ganze Programm eben. Das erste Jahr in meiner Mädchen-WG, die nächsten fünf (oder sechs) zusammen mit meinem Freund nur ein paar Häuser weiter.

Als wir die Wohnung direkt über dem Griechen bezogen („Wollen wir zum Griechen gehen?“ – „Ja, aber zu welchem denn?“ – „Na, „Zum Griechen“.“ – „Ja, aber es gibt doch so viele Griechen.“ – „Zum Griechen!“ – „Aber zu welchem denn???“), ahnten wir noch nicht, was alles kommen würde.

Eines schönen Tages saß ich zum Beispiel am PC, als auf einmal alle Rauchmelder im Haus und auch sämtliche im Nachbarhaus losgingen. Sie waren erst wenige Wochen zuvor installiert worden. Die Wände in den Häusern waren sehr hellhörig, so dass schnell ein intensives, schrilles Piep-Konzert ertönte. Ich rannte auf den Balkon und brachte erst mal die Wäsche in die Wohnung, denn nebenan quollen dicke, schwarze Rauchschwaden aus den unteren Fenstern hervor. Dann rief ich bei der Feuerwehr an (ja, meine Prioritäten im Schockzustand sind sehr aufschlussreich), woraufhin mir mitgeteilt wurde, dass bereits Löschfahrzeuge auf dem Weg seien. Ich zitterte. Ganz allein in der Wohnung (und gefühlt im Haus) wusste ich nicht, was ich tun sollte. Also loggte ich mich erstmal bei Facebook ein. „Hilfe, der Puff brennt!“ – 28 Likes binnen weniger Minuten. Ich fühlte mich noch hilfloser und einsamer, also lief ich raus. Im Treppenhaus kam mir eine Nachbarin entgegen und fragte mich, wie sie die Rauchmelder ausstellen könne. Ich hatte keine Ahnung, schlug ihr aber vor, unten bei den Feuerwehrleuten nachzufragen. Sie schaute mich schief an, deshalb ergänzte ich, „wenn die fertig sind.“ Unten vor der Haustür sammelten sich noch mehr Schaulustige und so ging ich irgendwann etwas beruhigter zurück in die Wohnung. Immerhin lag auch noch ein komplettes Haus zwischen unserer Wohnung und dem Massagesalon und das Feuer beschränkte sich glücklicherweise auf die leeren (sinnlichen) Räumlichkeiten. Da hatte wohl jemand in der Mittagspause die Kerzen angelassen. Zum Glück ist niemand verletzt worden, war ja keiner mehr da. War auf jeden Fall ein guter Vorwand, mal alles zu renovieren. Glaub ich. Hoffe ich.

Im Treppenhaus machte ich außerdem eines Nachts Bekanntschaft mit meinem absoluten Hass-Nachbarn – er feierte beinahe jeden Tag unter der Woche sehr laut; ich hatte teilweise Frühschichten, die um 6 Uhr losgingen. Keine gute Kombination. Er startete zu allem Überfluss ein Dauersturmklingeln (bei wie gesagt sehr dünnen Wänden) in der eigenen Wohnung, obwohl seine Frau offensichtlich nicht zuhause war und fragte mich dann überrascht: „Oh, hab ich dich geweckt?“ Ich erklärte ihm ganz sachlich und ruhig, dass er nicht klingeln müsse, da ihm scheinbar sowieso keiner aufmachen könne. „Ok, dann warte ich vor der Tür, bis sie nachhause kommt.“ „Alles klar.“ Gott sei Dank, man muss nur mal mit den Leuten reden. Einige Minuten später klingelte er weiter. Sturm. Ich muss gestehen, einmal hab ich nachts die Polizei gerufen.

Halis Imbiss gegenüber: Nicht so sehr waren wir dort, um zu essen, sondern eher, um Pakete abzuholen – vielen Dank, Halis! Beim Croque-Laden unten an der Straße habe ich mir einmal eine fiese Lebensmittelvergiftung zugezogen, der kleine Italiener hingegen ist genial, aber permanent überfüllt.

Alles in allem hat sich nicht viel geändert. Es ist jedes Mal wieder schön herzukommen, hallo zu sagen und sich an die alten Zeiten zu erinnern. Und dann wird es wieder Zeit, nachhause zu fahren.