Tag Archives: Gedichte

Flucht

20 Mrz

Vom Papier, denn Gedichte sollten sich besser handgeschrieben ausmalen

Flucht weg von hier, denn solange schon ist es der Weg

Flüchtiger Fluch, von einst bis hier und heute noch nicht überwunden

Flucht doch der Vater noch bis in die Nacht

Rennen wenn die Sonne aufgeht, nur sind die Krähen schneller

Das Tempo egal im Angesicht der ewigen Steine, längst wartend auf uns

Flucht ohne Sinn, denn es gibt kein Wohin

Nur wovon und auch das hat sich nun wohl geklärt

Flüchtlinge immer noch und immer wieder wie eh und je

Niemals hätten wir gedacht dass hier das Ende der Reise wär.

Gestern war auch „jetzt“

22 Jul

Außerhalb der Zeit

Verfallen wir

In halb-wertiges

Dabei ist der Wert doch ungebrochen Ganz

 

Respekt der Geschichte

Vielleicht verhindert die Präsenz von Gestern

In der Zukunft den gleichen Fehler

 

Denn wenn wir die Vergangenheit als irrelevant, verblasst, überlebt

ansehen – wie soll denn die Gegenwart einen Wert haben

Vor dem Morgen?

 

Melancholie

17 Apr

Erst denkst du, Selbstmitleid ist richtig klasse,
endlich geht es mal um mich.
Oder dir geht es vielleicht wirklich schlecht.

Doch Selbstmitleid ist eine zähe Masse,
überzieht die Welt, ist gar nicht echt.
Die Bilder verschwimmen,
und irgendwann ertrinkst du darin.

Doch den Film kannst du abziehen
vom Leben, das nicht mehr das deine ist.
Du brauchst dich nur kurz erheben
und sehen, was du wirklich vermisst.

 

Melancholie

Ungewiss

21 Feb

Du hast mich immer wieder angelacht

Und manchmal blitzböse gefunkelt

Dann hast du dich weggedreht

Du kleine Diva

 

Immer warst du zum Greifen nahe

Und bist doch kokett zur Seite gesprungen

Mir aus den Fingern geflutscht wie ein geschmolzenes, klebriges Eis

Im Sommer

 

Ich habe deine Spielchen satt

Und doch kann ich nicht aufhören dich anzustarren

Deine sich ständig wandelnde Form

Dein Flimmern

 

Ich stalke dich

Und du lachst nur

Rein und unverbraucht

Und dennoch so voller ewiger Weisheit

Du bist ja doch nicht anders als all die anderen

 

Wir werden uns niemals so nahe sein wie im Hier und Jetzt

Und niemals so lieben wie heute

Und so hassen wie gestern

Morgen ist nur eine Illusion.

 

Ohne

11 Feb

Schaufensterpuppen ohne Köpfe

in Gruppen ohne Gespräche

in Büchern ohne Reue

in Welten ohne Leben

in Zeiten ohne Anfang

in Hamburg ohne

mich.

 

An dunklen Tagen in Hamburg

7 Nov

Enge. Schwere. Stickig. Luft.

Drück mich, halt mich, dieser Duft.

Nichts ist, wie es einmal war.

Dennoch alles wie zuvor.

Hamburg, deine Seele ruft.

Viel zu dunkel, diese Tage.

Viel zu lang, zu nass, kein Halt.

Regen, grau, viel schwere Ware.

Die Erinnerungen werden kalt.

Gedichte / poems

31 Jul

Ich habe vor Kurzem begonnen, einige sehr persönliche Gedichte ins Internet zu stellen. Ob das eine gute Idee ist, weiß ich noch nicht. Hauptsächlich sind es ältere Sachen. Sie sind allesamt auf Englisch verfasst, vielleicht um die Distanz zu wahren. Wenn ihr also Interesse habt, schaut hier rein: http://www.poemsfromsoul.wordpress.com

I recently started to put something very personal out there: poems. Most of them are old and tell little stories. I wrote them in English (or at least what I thought was English) and I am still not quite sure what to think of it myself. However, if you are interested: http://www.poemsfromsoul.wordpress.com