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Katzen-Zeit

21 Nov

Du zwingst mich mitten am Tag, mehrere Minuten ganz ruhig sitzen zu bleiben. Obwohl ich eigentlich aufspringen und etwas tun möchte – oder glaube, etwas tun zu müssen – werde ich hier sitzen bleiben und deinen kleinen Körper festhalten. Dich einfach ansehen, wie du atmest. Meine Beine beginnen vielleicht zu zittern, aber irgendwann geht auch das vorbei.

Bis du irgendwann aufspringst und deiner Wege gehst, oder ich dich wecke und du unwirsch deine Krallen und Zähne in meine Hand bohrst.

Du weißt, dass alles seine Zeit hat. Ich lerne das gerade.

Gastbeitrag der Katze…

14 Aug

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Fragen, auf die es wohl nie eine Antwort geben wird – Teil 1

20 Jul

fuut – fuut – fuut

Hast du dieses Geräusch gehört? War das die Katze oder die Waschmaschine?

Pfote

24 Jul

Klein und weiß und ein bisschen rosa. So klein, aber schwer auf meinem Bauch. Und dann lagst du auf einmal drauf. Aber das war nur etwa fünf Sekunden gut. Hin und her, ja, nachts ist alles viel spannender. Bis du auf meine Haare getreten bist. Da habe ich dich einfach weggeschubst. Und schwupps – saßt du neben dem Bett. Eines deiner neun Leben vielleicht aufgebraucht, aber viel wahrscheinlicher ist, dass es dir gar nichts ausgemacht hat. Oder du einfach nur überrascht warst.

Anhänglich bist du geworden, im Alter. Je schwerhöriger, desto lauter dein – nennen wir es mal – Brüllen. Klägliches Miauen hätte einfach nicht zu dir gepasst. Du warst schon immer ein starker, wilder, verrückter Selbstversorger. Aber eigentlich hattest du nichts gegen Leckerlis und Streicheleinheiten. Eigentlich nicht, jedenfalls nicht, nachdem du zur Ruhe gekommen bist. Endlich, nach über fünfzehn Jahren. Aufgewachsen in der „Wildnis“, die wir Menschen Campingplatz nennen. Abgehärtet, immer im wahren Leben. Bis sie dich mitgenommen haben. Diese Menschen. Und weitergereicht, aber nur zu deinem Besten. Und das wusstest du.

Ganz selten mal ein Blick aus dem Fenster in den Innenhof. Weil da eine Katze saß. Aber du hast nur geschaut. Die Zeiten waren längst vorüber, den Preis hast du nur allzu gern bezahlt. Du wusstest einfach, was das Leben da draußen noch so mit sich bringt. Irgendwann lernt man sie wohl schätzen, die Sicherheit. Zumindest wenn man gefühlte hundertzwanzig ist.

Klein und weiß und ein bisschen rosa. Braune Erde, frisch ausgehoben und noch nass vom Regen. Schlaf gut, Kleiner.

 

Luxus…

10 Sep

…wenn du bei Ikea einen kleinen Mülleimer in der passenden Farbe zu deinem Badezimmer kaufst. Obwohl du einen perfekt funktionierenden zu Hause hast.

…Sonntags morgens die Zeitung lesen.

…eine Stunde am Telefon, während du eigentlich ganz dringend das Badezimmer putzen müsstest.

…wenn du in der Mittagspause Enten fütterst, statt dich um dein eigenes Essen zu kümmern.

…barfuss durchs Gras laufen. Und über Sand. Und überhaupt.

…morgens drei Euro für einen Café Latte ausgeben, statt zu Hause einen Filterkaffee trinken.

…eine Katze.

…wenn du eine Krawatte mit einem schönen Inlay trägst. Und nur du weißt es.

…ein Buch lesen. Nicht nebenbei in der Bahn, sondern ganz und gar. Mit einem Tee und einer Wolldecke oder in einer Hängematte.

…wenn du einen Eintopf kochst, von Anfang bis Ende.

…eine Fahrt mit der Fähre von Övelgönne zu den Landungsbrücken.

…Erdbeeren pflücken.

…sich Zeit für ein Kind nehmen. Spielen, zuhören, zeigen.