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Liebe statt Angst

9 Jul

Eines Tages stand es da. Wie von Geisterhand aufgebaut. Oder von irgendwelchen Schulkindern. Es hatte definitiv Projektstatus, so unperfekt war es. Mitten auf dem Platz stand es ganz frech herum, mit seinen dünnen Wänden aus Wellblech. Dahinter waren die schönen Glasfassaden zu sehen, die ordentlichen und immer aktuellen Schaufensterauslagen. Hochglanzposter im Reisebüro, teure Kleidungsstücke in der Boutique. Und dann das. Einfach diese komische kleine Hütte. Und keiner wusste, was das Ganze sollte.

Ein paar Tage später hatte das Häuschen ein Schild, handgeschrieben natürlich. „Das Tauschhaus“ stand darauf. Ich ging langsam dran vorbei, in beiden Händen hielt ich meine Einkäufe, und kurz überlegte ich, stehen zu bleiben. Doch das war es nicht wert. Vielleicht würde hier jemand einen Flohmarkt veranstalten. Was ging es mich an. Das würde schon bald wieder weg sein.

Am nächsten Morgen ging ich wie gewöhnlich meine Zeitung und Brötchen kaufen. Seitdem ich Rentner war, genoss ich dieses Ritual. Das war meine Freiheit. Für gewöhnlich lief ich dabei quer über den Platz, sah mir ringsherum die Geschäfte an, grüßte hier und da jemanden und ging dann einkaufen. Erst in den Kiosk und dann zum Bäcker.

Doch seit dieses komische Haus da stand, ging das nicht mehr. Ich musste nun in einem Bogen gehen. So machte es keinen Sinn mehr, erst zum Kiosk zu gehen, denn ich kam fast direkt am Bäcker vorbei. Also ging ich zuerst zum Bäcker. Als ich anschließend mit meiner Brötchentüte im Kiosk stand, hatte ich keine Hand frei, um in den Zeitschriften zu stöbern. Der ganze Tag war quasi im Arsch. Ich griff meine Zeitung und ging schlecht gelaunt wieder zur Tür hinaus. Als ich am „Tauschhaus“ vorbei ging, fiel mir ein zweites Schild ins Auge. Die Tauschregeln. Man sollte seine alten, aber noch heilen Sachen ins Häuschen legen und sich dafür das mitnehmen, „was man brauchte“. Ich konnte mir nicht vorstellen, dass ich hiervon irgendetwas brauchen würde. Allerdings war es eine gute Gelegenheit, mal meinen Keller auszuräumen.

Es sollten außerdem keine Lebensmittel hineingestellt werden, sondern nur Bücher, Kleidung (gewaschen) und Haushaltsgeräte.

Das Haus war dunkel und sah ungemütlich aus. Ich fragte mich, wie lange es hier stehen bleiben sollte. Die ersten Frauen gingen schon ein und aus, die meisten brachten Dinge, anstatt etwas mitzunehmen. Ich ging nach Hause und beschloss, dieses unangenehme Gebilde zu vergessen.

Doch jeden Morgen musste ich wieder am Tauschhaus vorbei gehen. Obwohl ich zunächst zum Bäcker kam, ging ich aus praktischen Gründen weiter zum Kiosk und dann noch einmal zurück zum Bäcker. Dann ging ich wieder in großem Bogen am Schandfleck unseres kleinen Einkaufszentrums vorbei.

Als das Ding schon zwei Wochen dort stand und der Betrieb auf Hochtouren lief, brachte ich eine alte Bohrmaschine und eine Handvoll Bücher ins Tauschhaus. Es interessierte mich schon, wie das Ding von innen aussah. Wie ich es mir gedacht hatte: Dunkel und eng. Kleidungsstücke lagen auf Tapeziertischen oder hingen an Kleiderstangen. Außerdem lagen und standen überall Bücher herum. Auf dem Fußboden standen Kartons und Wannen, aus denen Haushaltsgeräte heraus ragten. Ich legte meine Bohrmaschine zu einem Mixer und die Bücher auf einen Stapel alter, vergilbter Hefte. Dann ging ich schnell wieder an die frische Luft.

Am nächsten Tag war das hässliche Wellblechhaus plötzlich bunt. Jemand hatte es angemalt! An den Seitenwänden ragten in riesiger Schrift im Graffiti-Stil die Worte „Tausch-Haus“ und „Liebe statt Angst“ hervor. Darunter waren zwei Figuren zu sehen, die offensichtlich einen männlichen und einen weiblichen Roboter darstellen sollten. Der Roboter-Junge hielt dem Roboter- Mädchen eine Blume entgegen. Sollte das jetzt etwa bedeuten, dass dieses Ding hier stehen bleiben sollte? Ich rief sofort die Stadtverwaltung an. Eine junge Frau antwortete am anderen Ende der Leitung. Ich schilderte ihr das Projekt und fragte nach seinem Status.

„Ach das Tauschhaus, ich weiß schon. Ist es nicht wunderbar?“ Ich antwortete nicht. Sie musste meiner Anfrage doch entnommen haben, dass ich es ganz und gar nicht wunderbar fand. „Also das hat der Bürgerverein gegründet, es finanziert sich komplett aus Spenden. Die Stadt hat dann allerdings die Standgebühr erlassen, so dass es nun quasi keine Kosten mehr produziert. Es kümmern sich Freiwillige darum, dass alles sauber und ordentlich bleibt.“

Ich konnte es nicht fassen. „Soll das etwa heißen, das Ding bleibt dort auf Dauer stehen? So sauber und ordentlich ist es nämlich gar nicht, wissen Sie? Das kann ja kein langfristiger Zustand sein.“

Sie ließ sich nicht von ihrer Euphorie abbringen. „Der Bezirk bekommt sogar einen Preis für das Projekt. Das Geld fließt wiederum direkt in die Jugendarbeit.“ Das war ja alles schön und gut, aber so was hätte man ja auch direkt mit Spenden unterstützen können. Dazu musste ja kein Dauerflohmarkt mitten in unserem Einkaufszentrum den schönen Platz verschandeln. Ich legte wütend den Hörer auf.

Am nächsten Tag ging ich zum Bäcker und merkte dann, dass ich vergessen hatte, zuerst meine Zeitung zu kaufen. Wütend knallte ich der Kassiererin das Geld auf den Tresen. Es interessierte mich nicht, dass die anderen Kunden mir komische Blicke zuwarfen. Ich hatte ein Recht auf meine Wut! Ich hatte ein Recht auf meine Freiheit! Warum mussten diese bescheuerten Leute ihre alten Klamotten in diesem frechen Klotz mitten auf meinen schönen Platz bringen? Konnten sie nicht wie alle anderen auch zum Altkleidercontainer laufen? Und über die Bücher hätte sich auch die Bücherhalle gefreut. So wurden sogar noch Arbeitsplätze gefährdet! Ich bekam mich gar nicht wieder ein. Ich überlegte, ob ich einen wütenden Brief an die Stadtverwaltung schreiben sollte. Nein, besser noch, ich würde direkt Unterschriften sammeln.

Ich sprach mit meinen Nachbarn, zog von Haus zu Haus und redete mit allen über die Situation. Doch auch wenn sie alle mehr oder weniger meiner Meinung waren, wollte keiner unterschreiben. „Es wird schon nicht ewig da stehen“, sagten sie. Oder „So schlimm ist es ja schließlich nicht. Es sieht doch ganz niedlich aus.“ Ich hätte kotzen können. Sie sahen einfach nicht ein, dass sich das Problem nicht von alleine lösen würde.

Drei Tage noch zog ich jeden Tag meine morgendliche Runde über den Platz und jeden Tag wurde ich wütender.

 

Dann verrauchte die Wut.

Am vierten Tag trat ich vor die Haustür und die Sonne schien. Ich atmete tief durch. Langsam ging ich zum Einkaufszentrum. Als ich die große Menschentraube sah, die sich auf dem Platz versammelt hatte, setzte mein Herz einen Schlag aus. Auf dem Platz sah ich den großen Aschehaufen – genau dort, wo gestern noch das Tausch-Haus gestanden hatte. Ein Polizist stand gelangweilt daneben und bewachte ein Absperrband. Empörung sah anders aus, dachte ich mir. Die Leute waren offensichtlich aufgeregt, aber es schien fast eine freudige Erregung zu sein. Endlich war hier mal etwas passiert! Ich ging weiter zum Kiosk, meine Schritte schon etwas leichter als zuvor.

Ein paar Tage später zeugte nichts mehr von dem einstigen Projekt, außer einem schwarzen Fleck auf dem Boden. Doch der Regen würde auch den irgendwann hinwegspülen. Und dann wäre alles wie immer.

Keine Blechhütte würde die schönen Fassaden verdecken, kein Müll mehr von den Leuten aus ihren Kellern hervorgeholt und ausgetauscht werden. Ich konnte endlich wieder ganz in Ruhe meine morgendliche Tour gehen. Erst zum Kiosk, dann zum Bäcker.

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Kurzgeschichte Teil 2

21 Mai

In Wirklichkeit habe ich meine Großmutter nie kennen gelernt. Sie ist vor zwei Wochen gestorben und ich habe davon bloß am Rande erfahren. Im Prinzip interessiert es mich nicht, wer sie war. Ich denke mir solche Geschichten bloß aus, weil ich es kann. Weil sich die Möglichkeit bietet. Sie hat nichts mit der Realität zu tun – zumindest nicht, so weit ich weiß. Und wenn doch, ist es auch egal.

Ich bin eine notorische Lügnerin. Ich habe schon als Kind gelogen – nicht nur, um mich vor Strafe zu schützen und mir Aufmerksamkeit zu erschleichen, sondern auch, um mich und vor allem die Welt interessanter zu machen. Was letztlich wieder zur Aufmerksamkeit führt. Und genau da liegt auch mein Problem: Ich bin mit meiner Aufmerksamkeit so sehr bei meinen Lügengeschichten, dass ich kaum noch welche für die reale Welt übrig habe. Eine erfundene Geschichte kostet nämlich unglaublich viel Konzentration und Kraft. Das Aufrechterhalten von Konstrukten ist um einiges schwerer und anstrengender als das Merken von tatsächlich passierten Geschehnissen. Nach den Lücken fragt in der Realität keiner. Und wenn doch, lässt sich das schon füllen oder ablenken. Aber wehe, es taucht ein Fehler in der Lüge auf! Sie droht sofort zusammenzubrechen. Das liegt nicht nur daran, dass Unregelmäßigkeiten oder Widersprüche die Logik und den Fluss einer Geschichte gefährden. Schließlich sind wir Menschen voller Widersprüche. Zur Not könnten wir die Lüge immer irgendwie retten. Aber dann müssten wir uns mit ihr identifizieren – und sie wird zur Wahrheit, verliert ihre Funktion.

Vor allem ist eine Lüge aber auch so fragil, weil wir schon so viel Energie in sie investiert haben. Wenn dann Fehler auftauchen, ist sie es manchmal einfach nicht mehr wert, aufrechterhalten zu werden. Solange sie uns leicht von den Lippen geht, kostet eine Lüge nicht viel und gibt uns sogar etwas. Die Freude an einer guten Geschichte oder das Gefühl, die Welt zu beherrschen. Wir schreiben die Geschichte. Natürlich nicht die echte, das wäre ja ganz schön vermessen.

Aber die Wahrheit kann uns erleichtern, wenn eine Lüge „auffliegt“. Nicht nur aus moralischen Gründen, wie wir uns so gerne einreden. Das Aufgeben der Lüge verschafft auch Erleichterung, da wir nicht mehr so hart dafür arbeiten müssen. Sondern einfach mal durchatmen, einfach nur da sein. Die (Neu-)Erschaffung der Welt ist auf Dauer immerhin ziemlich anstrengend.

Kurzgeschichte Teil 1

19 Mai

Meine Großmutter wartete auf ihn, jede Minute an jedem gottverdammten Tag, den er nicht da war. Er war in den Krieg gezogen. Und so, wie die Männer voller Stolz mit einem gerade der Pubertät entwachsenen Gesicht breit grinsend ihre Taschentücher schwenkten, während sie halb bewusst und halb schockgefroren vor Angst ganz unauffällig den Finger zum Lauf ihrer Waffe führten, nur um kurz sicherzugehen, dass sie nicht träumten, saß sie auf ihrem Bett und weinte ihr Taschentuch voll. Meine Großmutter war eine starke Frau, die jedoch ihren Gefühlen freien Lauf lassen konnte, wenn es darauf ankam.
Innerlich schrie sie immer wieder warum, doch äußerlich kam kein Laut über ihre Lippen. Nachdem sie sich eine halbe Stunde ihrer Verzweiflung über das Leben und Sterben hingegeben hatte, straffte sie ihr Kleid, steckte das Taschentuch in ihre Tasche, entschied sich dann, es gegen ein frisches auszutauschen und trat schließlich vor die Tür, um die Hühner zu füttern.

Mein Großvater hatte sie nicht alleine gelassen. In ihr wuchs neues Leben heran. Ein laut plärrendes Baby, das sie jeden Tag zum Aufstehen und Funktionieren zwang. Die Gedanken an meinen Großvater drängte sie immer weiter in ihr Hinterbewusstsein. Das Kind wurde größer und das Leben war das Leben.

Sie wartete und gleichzeitig hoffte sie auf Erlösung vom Warten. Eines Nachts kam ihr der furchtbare Gedanke, dass jede Nachricht besser wäre als keine Nachricht. Doch dem Schlund der Dunkelheit setzte sie geistesgegenwärtig das grelle elektrische Licht einer blassen Röhre entgegen, das ihr zudem die ungeschminkte Wahrheit über ihren körperlichen Zustand bescherte.

Andere Frauen waren tapfer, arbeiteten den lieben langen Tag oder zogen den Nachwuchs groß. Meine Großmutter verbrachte die meiste Zeit damit, sich nicht anmerken zu lassen, dass sie Angst hatte und ihren Mann vermisste. Die Milch holen – ein Akt der Normalität. Die Eier einsammeln und zählen – Mathematik gegen den Wahnsinn. Das Kind baden und in die Stadt zum Einkaufen fahren – bloß nicht auffallen.

Und so ging es sieben lange Jahre. Der Krieg war längst vorbei, aber es gab keine Nachricht von Großvater. Ihre Schwester stellte sie einem netten jungen Mann vor, doch meine Großmutter war entrüstet. Sie war empört. Sie war außer sich. Und schließlich gestand sie ihrer Schwester unter Tränen, dass wohl jede Nachricht besser sei als keine Nachricht. In den Armen ihrer Schwester wurde der unterdrückte, unglaubliche Gedanke endlich zu einem legitimen Wunsch.

Und dann kam er nachhause.

Ihre Augen trauten ihrem wild springenden Herzen kaum, ihre Ohren setzten einen Moment lang aus und der stumme Schrei von damals, als sie so bitterlich geweint hatte, ganz allein in ihrem Bett, entlud sich mit aller Kraft.

Mein Großvater weinte nur.

Als sie versuchten, die Fetzen einer jungen, zerrissenen Liebe wieder aneinander zu nähen, die Illusionen einer verflogenen Jugend und eines zerbombten Glaubens einzufangen und die Scherben ihrer Träume einzusammeln, merkten sie, dass es gar nicht so einfach war. Er war zurückgekommen und doch war er nicht mehr derselbe. Der Mann, den sie hatte gehen lassen, war irgendwann in den 2.578 Nächten verloren gegangen. Wahrscheinlich schon während der wenigen ersten.

„So oft hat der Mond unsere Erde umkreist, so oft ist die Sonne untergegangen. So viele Menschen haben seinen Weg gekreuzt und ihn für immer verlassen. Wie konnte ich nur erwarten, den Mann wieder zu sehen, der damals ging?“ Sie wandte sich anderen Gedanken zu, sorgte für Kleidung und Essen und hoffte, dass sich die Teile wieder zusammenfügen würden. Doch wie ersetzt man Fragmente der Seele?

Am Tage versuchte mein Großvater, für seine Familie da zu sein, auch wenn er weder seine Rolle noch seinen Sinn wirklich fassen konnte. In der Nacht lenkte er seine ganze Kraft darauf, an diesem Ort zu bleiben und zu begreifen, dass er zuhause war. Der Alkohol war billig und verfügbar. Wenigstens sucht er diese Attribute nicht in den Armen einer anderen, dachte meine Großmutter.

Wenn sie zusammen in die Stadt fuhren und sich auf dem Markt mit anderen unterhielten, gab es kaum Neuigkeiten auszutauschen. Nur Floskeln. Die Neuigkeit war schließlich immer noch seine Rückkehr und über die mochte niemand mehr als einmal mit ihm sprechen.

Er nahm einen Apfel in die Hand und hielt ihn einfach fest. Die Sonne schien auf die wunderbare grünrote Schale und er sah ganz still auf die Frucht in seiner Hand. Meine Großmutter schaute ihm aus ein paar Metern Entfernung zu und bemerkte, wie für ihn die Zeit stehen geblieben sein musste. Auch sie war gefangen von diesem Moment. Dann lächelte er die Marktfrau an, die daraufhin einen kleinen Scherz machte und ihm eine Tüte mit Äpfeln füllte. Sie fühlte einen Stich.

Es war keine Eifersucht im direkten Sinne, eher ein Verlust, der tiefer ging, als alles, was sie greifen konnte. Was unterschied die Verbindungen zwischen zwei Menschen, objektiv betrachtet, überhaupt voneinander? Geht es bei der Liebe um die Wiederholung des Zusammenseins, das immer wiederkehrende Teilen von Augenblicken? Sind wir nur die Summe unserer Interaktionen?
In diesen Momenten, wo wir eine andere Seele einfach der Welt hingeben und sie sich verbindet mit einem anderen Menschen, wo ist dann noch die Verbindung zwischen uns, fragte sie sich.

In diesem Moment schaute er zu ihr und blickte ihr mitten ins Herz.

Das Werkzeug

9 Okt

Nein, einen Hammer brauche ich nicht, vielen Dank. Eine Säge? Um Gottes Willen. Den Pinsel schaue ich mir aber gern einmal an. Ach, eine Leinwand haben Sie auch da? Immer her damit.
Ein Füllfederhalter, wie schön. Kalligraphie wollte ich schon immer einmal lernen. Was ist denn das hier? Ein Schlüssel…eine Feile. Ein Glas. Auch damit kann natürlich gearbeitet werden. Wissen Sie, eigentlich sind meine Hände ja schon Werkzeug genug. Aber manchmal darf es dann doch etwas mehr sein.
Eine Verlängerung, eine Veredelung, eine Verfeinerung.
Oh, was haben wir denn hier? Messer, Gabel, ein Schneebesen, ein Löffel. Eine Harke und ein Besen, eine Schaufel. Wie ähnlich doch die Werkzeuge aussehen – in der Küche und im Garten.
Sie sammeln auch Sportgeräte? Wunderbar. So viele Schläger. Da tun sich ja Welten auf. Und jeder einzelne heiß und innig geliebt, lange getragen und geschlagen. Allein die Auswahl darf Stunden gedauert haben. Vom einen zum nächsten, immer eine Stufe leichter, besser, hochwertiger.
Ein Springseil. Das ist pure – in die Luft gesprungene – Kunst, von klein bis ganz groß.

So, jetzt sind wir fast durch mit den Räumen. Aber Sie wissen, deswegen bin ich gar nicht hier. Das ist zwar alles schön und gut, aber zeigen Sie mir doch bitte nun, weswegen ich hergekommen bin. Da hinten ist die Tür, ich sehe sie doch. Diese wunderbar verzierte, aberwitzig große Tür, die dennoch nur dem geübten Auge auffallen kann. Lassen Sie uns einen Blick hinein werfen, ich bin bereit.

Genau so habe ich es mir vorgestellt. Reduziert auf das Wesentliche, den eigenen Sinnen Raum gebend. Aber was genau ist in dieser Schatulle? Ich muss es sehen, will es haben, werde es Ihnen abkaufen. Ich zahle jeden Preis.
Dieses ultimative Werkzeug, mein heiliger Gral. Sie lassen mich einen Blick hinein werfen, ja?

Aber … sie ist ja leer.

Der Vorhang

7 Okt

Da
Das Telefon klingelt. Es klingelt genau fünfzehn Mal. Es ist ein altes Telefon, mit einer Schnur. Der Hörer würde sich maximal zwei, drei Meter von seiner Station entfernen lassen.
Es ist eines dieser alten Telefone, weil heute jetzt ist. Aber wir sind hier, im „alten“ Jetzt, im vorherigen Heute.
Es klingelt. Lang. Ein lang gezogenes „Rrrrrrrriiiiiiiinggggggg“. Und das also fünfzehn Mal. Weniger ist einfach nicht echt. Aber ich nehme den Hörer nicht ab. Stattdessen starre ich die Scheibe an, mit den Nummern.
0, 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9.
Jede gewählte Zahl gäbe einen Laut von sich beim Zurückrudern der Wählscheibe. Ein leises tock-tock-tock. Das wäre wohl die drei gewesen. Es ist fast schon ein Schnurren, aber Katzen können das schöner.
Es klingelt immer noch (wie gesagt, fünfzehn Mal müssen wir es hören).
Am Ende ist das Telefon stumm. Als hätte ich mir sein Klingeln bloß eingebildet. Als wäre es nur ein Stück leblose Dekoration.
Ich weiß genau, wer mich angerufen hat. Aber ich wollte sie nicht sprechen.
Ich stehe langsam vom Sofa auf. Es ist ein schönes Sofa. Darauf habe ich Wert gelegt.
Langsam drehe ich mich zur Seite, mein Blick gleitet an einer Vase entlang, bleibt an einem Bild haften und schließlich – sehe ich den Vorhang. Er weht seicht im Wind, färbt sich mal ein, dann ist er wieder grau.
Ich warte, wie jeden Tag. Aber sie kommt nicht her. Irgendetwas hält sie gefangen auf der anderen Seite.
Und mich auf dieser.

Hier
Ich lege das Telefon aus der Hand. Ich wollte ihr sagen, dass ich sie nicht besuchen werde. Wollte mich bei ihr entschuldigen, weil ich weiß, dass sie wartet. Sie macht praktisch nichts anderes als neben dem Telefon sitzen (und nicht rangehen), ein paar Spaziergänge unternehmen und über Katzen nachdenken. Und sie hat wirklich komische Gedanken, was Katzen angeht. Kranke Gedanken. Anders geht es leider nicht.
Sie wartet, aber ich werde sie enttäuschen müssen.
Denn sie lebt in einer kopierten Welt, einer idealisierten Welt. Einer eingefrorenen, nicht echten, nicht meiner.

Da
Ich liege auf dem Sofa und denke zwanghaft an Katzen. Katzen und Messer. Ich kann nicht anders, es ist meine Natur. Aber irgendetwas in mir rebelliert dagegen. Der Vorhang rauscht ein bisschen. Auf dem Tisch steht eine Flasche Bier, halb leer.
Das Telefon klingelt. Lange Klingeltöne, acht an der Zahl. Ich nehme den Hörer ab.
„Hallo?“
„Hallo. Ich werde nicht zu dir kommen.“
„Warum nicht?“
„Du lebst in einer Kopie, einer idealisierten Welt, einem Quasi-Murakami-Universum.“
„Na und?“
„Ich habe mich entschieden, dass das nicht reicht. Dass es nicht funktionieren würde. Und sein wir mal ehrlich, morgens um vier Uhr aufstehen, um die ersten Sonnenstrahlen einzufangen, ist auch nicht mein Ding.“
„…“
„Es tut mir leid.“
„Warum bist du nicht hergekommen, um es mir persönlich zu sagen? Ich weiß doch, dass du nur zu gern mal hinter diesen Vorhang schauen würdest.“
„Ja, darüber habe ich nachgedacht. Aber dann gäbe es kein Zurück mehr.“

Sie sagte mir Lebwohl. Ich legte den Hörer auf und überlegte, was ich nun mit meiner Zeit anfangen sollte. Das Telefon würde so schnell nicht mehr klingeln.
Ich streifte ruhelos durch die Wohnung, dann sammelte ich ein paar Kleidungsstücke ein und machte mich auf zur Reinigung.

Hier
Ich atmete tief aus. Es war richtig, aber es fühlte sich seltsam an. Ich war frei und doch verloren. Was sollte ich nun mit meiner Zeit anfangen, wenn ich nicht mehr an den Vorhang dachte und da anrief? Ich stand auf, streifte ruhelos durch die Wohnung und schließlich öffnete ich die Haustür. Dann ging ich einfach los, durch mein eigenes Leben. Der Rest würde sich finden.

Die Sache mit den Wurzeln

4 Okt

Es war einmal ein kleiner Baum. Er stand am Rande eines Waldes, so dass er den Wind und bei Gewitter sogar Blitz und Donner jedes Mal frontal abbekam. Wenn sich Menschen auf einen Spaziergang aufmachten, gingen sie am kleinen Baum vorbei und sagten „Oh, ist der schön. Der wird bestimmt mal ganz groß und stark werden.“ Natürlich war er schon stark, aber das wusste der kleine Baum nicht. Er sah nicht, wie es im Innern des Waldes aussah, wie kahl seine Artgenossen teilweise waren, die nur noch ihre obersten Blätter trugen. Und so hielt er sich für klein und schwach. Aber dass die Leute ihn bemerkten, machte ihn glücklich. Er hielt seine Blätter extra so hin, dass die Spaziergänger sie von ihrer besten Seite sahen. Im Winder tollten Eichhörnchen auf ihm herum, aber sie liefen schnell weiter in den schützenden Wald hinein. Der kleine Baum mochte den Schnee nicht, auch nicht die Kälte. So schlief er die meiste Zeit, bis es wieder warm wurde und er seinen immer größer werdenden Durst stillen konnte.
Am liebsten hätte er sich oft einfach mit den zurückkehrenden Wanderern auf den Weg gemacht und ein bisschen die Welt erkundet. Wäre über die Felder gewandert, hätte das Meer gesehen (die Vögel erzählten ihm manchmal davon) und hätte andere Bäume kennen gelernt, die ganz anders aussahen als er selbst.
Einmal besuchte ihn ein kleiner Vogel. Er war ebenfalls noch jung, so wie er. Auch wenn seine Zeit als Baum auf der Erde wahrscheinlich schon dreimal so lang gewesen war wie die des kleinen Vogels. Der Vogel hatte gerade gelernt, zu fliegen.
„Ich war heute auf dem Feld und habe mit einer Maus gespielt“, erzählte er dem kleinen Baum. „Wie ist es im Feld?“ fragte der Baum.
„Es ist weit. Für die Maus ist es ein Schutz, für mich ist es wie ein endloses Meer.“ Vom Meer hatten dem kleinen Vogel seine Eltern berichtet.
„Und für mich ist es einfach nur weit weg“, sagte der Baum. Und seufzte. Der Vogel verabschiedete sich zwitschernd und flog wieder in Richtung Feld.
Jeden Tag kam der kleine Vogel und saß auf dem Baum. Er probierte alle Äste aus und erzählte ihm aufgeregt von seinen Ausflügen. Der Baum war sehr glücklich, wenn der kleine Vogel ihn besuchte, auch wenn er jeden Tag ein kleines bisschen schwerer wurde. Er fragte ihn, was er alles erlebt habe und nachts träumte er, er könne sich aufmachen und den kleinen Vogel begleiten. Aber natürlich ging das nicht.

Eines Tages kam der kleine Vogel zu seinem Freund, aber der Baum weinte. „Was ist denn mit dir passiert?“ fragte er. Der Baum schniefte. „Sie haben mir in den Bauch geritzt.“ Der Vogel flog um den Baum herum und entdeckte schließlich die Narben. Menschen hatten ein großes Herz und mehrere kleine Striche in die Rinde des Baumes geritzt.
„Tut es sehr weh?“ fragte der Vogel. Der Baum schüttelte seine Äste. „Vorsicht, ich falle gleich herunter!“ beschwerte sich der Vogel.
„Entschuldige. Nein, es tut nicht sehr weh. Aber meine schöne Rinde.“ Der Vogel merkte, dass der Baum etwas eitel war. „Du siehst mit diesem Herzen noch viel schöner aus. Jemandem bedeutest du ganz viel“, versicherte er seinem Freund. Da verliebte sich der Baum in den Vogel.
Jeden Tag redeten und lachten sie miteinander, der Vogel wurde noch größer, bis er schließlich ausgewachsen war. Die Tage wurden jetzt kürzer, die Blätter bekamen langsam eine gelbe Farbe, das Wasser wurde knapp. Der Baum wurde müde. Eines sonnigen Tages saß der Vogel wieder auf seinem Lieblingsast. Er schien irgendwie traurig. „Was ist los?“ fragte der Baum.
„Ich werde dich eine Weile nicht besuchen können“, piepste der Vogel mit trauriger Stimme. Der Baum war verwirrt. „Wieso das denn?“
Der Vogel schüttelte sein Gefieder. „Wir fliegen heute Abend in den Süden.“
Der Baum sagte lange Zeit nichts. „Süden ist weit weg, oder?“ fragte er schließlich. Der Vogel nickte.
„Ich werde erst im nächsten Frühjahr wiederkommen“, erklärte er. Sie schwiegen beide eine Weile, dann machte sich der Vogel auf und erhob sich, hoch wie noch nie zuvor, in die Luft.
Der Baum schaute ihm lange hinterher.

Die Tage waren dunkel, traurig und leer ohne den kleinen Vogel. Die umstehenden Bäume versuchten den kleinen Baum zu trösten, aber für ihn hatte die Welt keinen Sinn mehr. Er schlief, soviel er konnte und hoffte, dass der Winter bald vorüber war.

Eines Tages kam ein Holzfäller vorbei. Normalerweise hielten alle Bäume immer die Luft an, wenn sie eine Axt sahen. Aber diesmal sprach der kleine Baum den Mann mit der Axt an. „Hallo“, sagte er traurig. Der Holzfäller blieb stehen und wartete, was ihm der Baum zu sagen hatte.
„Kannst du vielleicht meine Wurzeln kappen?“ fragte der Baum. Der Mann mit der Axt schüttelte den Kopf. „Es ist noch nicht deine Zeit, lieber Baum. Du bist jung.“ Der Baum schüttelte seine Äste. „Du verstehst nicht. Ich will zu meinem Freund.“ Der Holzfäller blieb hart. „Du bist gesund. Wart’s ab, wenn der Winter erst vorbei ist, wirst du wieder glücklicher sein. Ist eine harte Zeit, uns allen fehlt das Licht. Lass dich nicht unterkriegen.“ Er wollte weiter gehen. Doch der Baum rief laut: „Halt!“ Der Mann mit der Axt blieb verwirrt stehen. Er wollte keinen jungen, gesunden Baum fällen.
„Ich mag meine Wurzeln nicht. Sie halten mich davon ab, in die Welt hineinzulaufen. Ich werde nur besucht, aber ich kann nicht selbst entscheiden, wann ich wohin gehe.“ Der Baum war verzweifelt.
„Sorry Kumpel, aber du bist nun mal ein Baum“, sagte der Holzfäller. Dann ging er in den Wald hinein.
Jeden Tag ging der Mann mit der Axt am kleinen Baum vorbei und machte sich auf den Weg, ein paar alte und kranke Bäume zu fällen. Manchmal kam er auch ohne sein Werkzeug vorbei und machte nur einen Spaziergang. Jeden Tag sprach der Baum ihn an.
„Bitte, hilf mir. Kappe meine Wurzeln, damit ich mich frei bewegen kann.“ Und jeden Tag schüttelte der Holzfäller seinen Kopf.

Die Nacht wurde länger als der Tag und der Baum fiel in einen tiefen Schlaf. Ein paar Wochen später wachte er auf. Wieder ging der Holzfäller an ihm vorbei. „Hallo“, sagte der Baum. Der Mann mit der Axt lächelte. Es schien dem Baum besser zu gehen. Doch er irrte.
„Bitte, kappe meine Wurzeln“, flehte der Baum sehnsüchtiger als jemals zuvor.
Der Mann hielt inne. Der Baum sah so unglücklich aus. Was hatte so ein Baum für einen Sinn? Er würde krank werden, dachte der Mann mit der Axt. „Willst du das wirklich?“
Der Baum antwortete mit voller Entschlossenheit: „Ja.“ Der Mann nickte. „Also gut.“ Der Baum konnte sein Glück kaum fassen. „Wie wird es sein?“ fragte er aufgeregt. „Werde ich laufen können?“ Der Mann überlegte kurz. „Du wirst die absolute Freiheit haben. Du wirst fliegen.“

Und so erbarmte sich der Mann und schlug ihm seine Wurzeln ab. Der Baum war ihm unendlich dankbar. Er breitete seine Äste aus, soweit er konnte und wartete auf das Gefühl der grenzenlosen Freiheit.
Und sie kam.

Eine andere Sphäre

13 Jan

Sie wachte auf. Die Nacht war kurz gewesen, der Schlaf seicht. Die Träume groß und lebhaft. Während sie aufstand und die letzten Sachen zusammen packte, sich eine Hose und ein T-Shirt anzog, das Handy auflud, einen Kaffee trank…dachte sie an den Piloten. Hoffentlich hatte er besser schlafen können als sie. Reisepass, Ticket, Kaugummis in die Handtasche, Zahnbürste verstaut. Es konnte losgehen. Ihr Magen rebellierte und sie zitterte ein wenig.

Er wachte auf. Die Nacht war unruhig gewesen, der Schlaf nicht seines Namens würdig. Die Alpträume hatten an ihm gezerrt mit dürren, spitzen Fingern und nicht einmal der pechschwarze Kaffee half. Er ging ins Bad, stellte sich unter die Dusche und hörte dabei laut Radio, um seinen Gedanken eine Pause zu gönnen. Doch „Sunday, bloody Sunday“ machte alles nur noch schlimmer. Er dachte an den Arzt. Hoffentlich hatte er besser geschlafen. Seine Reisetasche stand bereit, er stieg ins Taxi und atmete einmal tief durch. Doch sein Kopf schmerzte und die Hände zitterten ein wenig.

Sie stand vor dem Fenster und blickte auf das Ungetüm vor ihr auf dem Rollfeld. Das sollte also gleich tausende Meter in die Lüfte steigen? Sie konnte den Blick nicht abwenden. Hinein in den Bus, lauter unbekümmerte Menschen um sie herum. Geschäftsleute und Touristen, Kinder und Erwachsene und keiner hatte solche Angst wie sie…vor dem Flugzeug blieb sie stehen. Sie sollte die Treppe hinauf steigen. Jetzt war die letzte Chance wegzulaufen. Und dann setzte sie den rechten Fuß auf die erste Stufe. Nun gab es kein Zurück.

Sie hatten ihn gebeten, sich vorzubereiten. Er hatte sich also seiner Kleider entledigt, seinen Schmuck abgelegt, ein dünnes Nachthemd übergezogen und eine Haube übergestülpt. Er saß auf einem Plastikstuhl – der verdammt kalt an den Oberschenkeln war – und wartete. Die Vorbereitungen waren in vollem Gange, aber er hatte keine Uhr mehr. Jenseits der Zeit schwamm er nun hilflos in seinen eigenen Zweifeln umher und die Emotionen schrieen gegen seinen Verstand an. Er faltete die Hände. Er setzte sich wieder aufrecht hin. Er ließ den Kopf sinken. Dann kam die OP-Schwester auf ihn zu. Das wäre die letzte Chance, wegzulaufen. Doch er stand auf und setzte seinen linken Fuß einen Schritt vor. Nun gab es kein Zurück.

Sie hievte ihren kleinen Koffer in das Handgepäckfach und ließ sich in den vorbereiteten Sitz fallen. Kissen, Decke, Kopfhörer mussten zur Seite gelegt werden und sie wusste nicht, wohin damit. Das Atmen fiel schwer. Überall lachten die Menschen um sie herum oder saßen ruhig in ihren Sesseln. Sie schnallte sich sofort an und betete, dass es gleich losgehen möge. Doch sie standen eine Ewigkeit herum, bevor es aufs Rollfeld ging. Als sich das Flugzeug langsam bewegte, setzte ihr Herz einen Schlag aus. Sie schluckte schwer. Ihre schweißnassen Hände krallten sich in die Armlehnen, was es beiden Sitznachbarn etwas enger machte. Als sich die Spitze des Flugzeugs hob, hielt sie die Luft an. Es donnerte, es dröhnte, sie spürte – Schwerelosigkeit? Und drückte sich immer weiter in den Sitz.

Er lag unter dem grellen Licht und wartete ungeduldig. Klirren eines Bestecks links von ihm, freundliche Augen rechts von ihm. Er hielt die Luft an und ballte die schweißnassen Hände zu Fäusten. „Jetzt müssen Sie kurz loslassen, damit ich den Zugang legen kann.“ Ach ja. Im Hintergrund lief leise Musik. Es war Klassik. Wenigstens kein Titel, der seine Panik weiter steigern könnte. „Zählen Sie langsam von hundert rückwärts“, wurde er aufgefordert. Ein heißes, dumpfes Gefühl kroch seinen Arm hinauf.

Das Flugzeug stieg immer höher. Die Felder und Häuser wurden kleiner. Bald wäre sie bei ihm. Dann ließ sie los.

Seine Augen wurden schwer, das Atmen wurde nebensächlich, er schwebte schon. Sein letzter Gedanke an sie zauberte ihm noch ein gefühltes Lächeln aufs Gesicht. Und er ließ los.