Tag Archives: Neu

Was dich erwartet, hier

10 Jan

Eine stürmische Welt und ein warmes Zuhause

Verrückte Köpfe und Mut im Hass

Tausend Ideen und Leidenschaft für dieses Leben

Bereits seit Jahren geplanter Spaß

Laute und leise Töne und Tänze

Ganz viel Nähe

und Sandkasten, Gras

Wer weiß wie es wird

aber es wird eins: Krass.

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Schneekugel-Kopf

21 Dez

Honig ist es nicht, in meinem Kopf. Um es mal mit Til Schweiger zu sagen. Es ist nur Schnee. Geschüttelt, nicht gerührt. Obwohl ich sehr gerührt bin, von diesem ganzen Weihnachtszeug.
Es ist mal wieder alles neu, in Bewegung, leer und voll zugleich.
Und dann fällt mir auf, dass es genau dieser Zweck ist – eine Schneekugel will ja geschüttelt werden.
Die Flocken wollen tanzen und fliegen und sich legen und dann steht die Welt wieder Kopf – und der Kopf stellt sich der Welt. Bis wir irgendwann genug haben und sie im Regal verschwindet – nur die Skyline noch halbwegs sichtbar und auch sie vermengt sich irgendwann mit dem Hintergrund.
Also dann: Augen auf, lasst den Zauber wirken. Der immer wieder aufs Neue die Dinge durcheinander wirbelt.

Über das „Ja“

7 Sep

Wer sich öffnet, kann nichts mehr festhalten.

Alles fließt. Du öffnest dich und siehst, spürst, nimmst wahr.
Doch diese Wahrheit, die du nimmst, zeigt sich in all ihren Facetten.

Nur wenn du dich verschließt – um „nein“ zu sagen, um etwas festzuhalten, um einen Aspekt zu beleuchten (und ihn damit auszubleichen), um den Moment einzufrieren, die Welt anzuhalten – spürst du, dass du keine Kontrolle hast.

Du kannst dich geben, dich öffnen, „ja“ sagen.
Alles andere ist ein Geschenk, ist ein Verlust – ist, was es ist.

Das „Ja“ macht Angst. Aus Reflex werden manchmal neue Grenzen abgesteckt. So sind wir Menschen.

Aber genau das meint dieses „Ja“: Vertrauen.

Mal ausprobiert: Einfach mal die Klappe halten

20 Jan

Ich höre super zu. Ja, ehrlich. Ich kann stundenlang zuhören. Nur leider vergesse ich oft, was mein Gegenüber mir erzählt hat. Und wenn ich ehrlich bin, geht mir das langsam auf die Nerven. Daher habe ich einen Plan entwickelt:

 

1. Nicht jeden Impuls verbalisieren.

2. Den Drang, zu antworten, erstmal unterdrücken.

3. Zuhören.

4. Die eigenen Entgegnungen nur im Kopf wirken lassen – und hinterfragen.

5. Wirklich offen sein.

6. Besserwissertum abschalten. Auch das stille.

 

Gar nicht so einfach. Aber einen Versuch wert.

Ich werde berichten.

 

Auf ein (frohes) Neues!

1 Jan

Ist euch mal aufgefallen, dass Silvester eigentlich völlig undeutsch ist? So atypisch für unsere durchorganisierte, langweilige und ordentliche Gesellschaft? Überall schwirren brandgefährliche und hochexplosive Feuerwerkskörper und Böller durch die Gegend, ohne jede externe Aufsicht ?!? Und in den Nachbarländern und überhaupt vielen Ländern auf der Welt ist das schlichtweg verboten oder verpönt…oder wird nur lokal und aus öffentlicher Hand (ein)geleitet. Merkwürdig. Oder?

Aber genau dann liebe ich Hamburg, für diese vielen leuchtenden Augen, die Mega-Feuerwerke um 19 Uhr (wohl für die Kinder, die dann ins Bett gehen), für den Musikantenstadl im hochdeutschen Fernsehen und das alljährliche sowie allstündliche Dinner for One, für die vielen (teilweise verrückten) Taxifahrer, das Pflegepersonal in den Krankenhäusern (und den Rettungskräften da draußen), die tollen Busfahrer (die ihre Gefährte mit bunten Girlanden aus den 80ern schmücken) und die pünktlichen S-Bahnen. Für die unzähligen Knallereien und Feuerwerke, die Rauchschwaden und dieses Flair. Ja, da liebe ich Hamburg. Und die Welt. Ganz kurz scheint einfach alles möglich.

Ich hoffe ihr hattet alle einen tollen Abend! Und ich wünsche allen Lesern ein wundervolles neues Jahr!

 

 

 

Ein Spaziergang

17 Dez

Wir gehen nebeneinander her, gemächlich. Reden über alte Zeiten und verharren hier und da, um in die Ferne zu schauen. Die unerreichbare Weite, den Horizont zu beobachten. Es ist nur ein Konstrukt, eine relative Wahrnehmung, wenn man so will. Dehnbar. Wir sind fasziniert. Ich ein bisschen mehr als du.

Wir wissen beide, es ist Zeit, ein ernsthaftes Gespräch zu führen, doch wir gehen lieber noch schweigend weiter. Es ist ja sowieso unvermeidlich. Mal gehst du rechts neben mir, dann tänzelst du hinten herum und bist an meiner linken Seite. Vorgehen würdest du nie. Es ist nicht deine Art.

“Es ist nicht so, dass ich dich nicht mag”, fange ich an. Du bist verletzt. Ich weiß es, wie es nur ich wissen kann. Eigentlich müsste ich ehrlich sein und zugeben, dass ich dich wirklich nicht besonders mag. Ich bin dir eher dankbar und habe mich an dich gewöhnt. Du hast mich beschützt. Zumindest eine Weile. “Du willst, dass ich gehe”, fragst du. Stellst du fest. Ich nicke. Es fällt mir schwer, du wirst mir fehlen. Ich werde mich unsicher fühlen ohne dich. Wir haben zusammen dunkle Zeiten durchschritten und jetzt will ich dich loswerden. Aber eigentlich solltest du dich für mich freuen. Doch das ist auch nicht deine Art. Du willst Sicherheit und Ruhe. Doch genau die gibt es nicht mehr zwischen uns, mit uns beiden.

“Ich kann mich ändern”, versuchst du es. “Nein.” Ich schüttle traurig den Kopf. “Nur ich kann mich ändern.” Ich lege einen Arm um deine Schultern. Wir haben uns zurückgezogen vor der Welt, um die Kontrolle zu behalten oder eine andere Art der Kontrolle zu erlangen. Letztlich war es nur Einbildung, vielleicht.

Wir gehen weiter. Es ist noch nicht vorbei. Du beginnst zu weinen, irgendwann bleibst du stehen und wirfst dich schließlich auf den schmutzigen Boden. Beginnst hemmungslos zu schluchzen. Ich hocke mich neben dich. “Es ist ok.” Irgendwann schmerzen meine Beine, aber ich stehe nicht auf. Erst, als du langsam wieder die Augen öffnest und ruhiger atmest, richte ich mich auf und helfe dir hoch. “Was machst du ohne mich?” fragst du. Ich zucke die Schultern. “Ich weiß es nicht. Eventuell nichts. Oder alles.” Genau das ist der Unterschied.

Die weiten Felder weichen Häusern. Spielenden Kindern und blühenden Bäumen. Wildrosenhecken. Windmühlen und Leuchttürmen. Ein Hund kommt uns entgegen und zieht vorbei. Dann kommt das Meer. Ich schaue zu dir. Du guckst auf den Ozean. “Aber es ist so gefährlich.” Ich nehme dich ein letztes Mal in den Arm. “Ich werde dich nie vergessen und ich danke dir. Aber nun musst du gehen, altes Ich.” Ich schaue dir lange hinterher. Ich weiß nicht, wohin du gehst oder ob du noch einmal wieder kommst.

Dann ziehe ich meine Klamotten aus und springe ins Wasser.

Der Handwerker in mir

14 Nov
ikea

© IKEA Anleitung

Ja, manchmal kommt er durch, mein innerer Handwerker. Dann brauche ich einen Schrank, ein Regal, irgendwas. Gebt mir einen Hammer oder einen Schraubenzieher in die Hand und ich bin glücklich. Danke, Ikea, für die wundervolle Idee, uns neben gut kombinierbaren und preisgünstigen Möbeln auch ein bisschen Spass mit auf den Weg zu geben. Und einen Hotdog, selbstverständlich. Das beste ist natürlich, die neu aufgebauten Sachen zu begutachten. Das könnte ich stundenlang tun. Und alles einräumen, dekorieren, wieder umräumen. Den neuen Raum begutachten und erleben. Manchmal muss einfach alles ein bisschen anders aussehen als vorher.

Manchmal muss sich einfach etwas bewegen, etwas tun. Dinge in die Hand nehmen gibt immer ein gutes Gefühl. Das Gefühl, die Dinge in der Hand zu haben eben.

Natürlich ist es ein Unterschied, ob man einen Tisch aufbaut oder eine Klobrille anbringt. Aber der Effekt ist der gleiche. Ich bin ungemein stolz auf mich, auch wenn ich mit Anleitung gearbeitet habe. Manchmal gerade dann, wenn trotz der Anleitung alles gut aussieht. Wen stört es schon, wenn hier mal eine Schraube über oder da mal ein undefinierbares Plastikteilchen zu viel ist. Plastik vertrau ich schonmal sowieso nicht. Und noch ist ja auch nichts zusammengebrochen.

Das Handwerk lässt sich auch beim Backen gut unter Beweis stellen. Ich backe total gerne, am liebsten irgendwas neues. Das schönste ist doch das Ausprobieren.

Und wenn ich mich dann genug ausgetobt habe, geh ich wieder zurück an meinen Schreibtisch und lass meinen Kopf weitermachen.