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These shoes are made for walking

1 Sep

Foto(4)

These are my shoes. Not my only ones, not my current, exactly. But just mine. Over time, they became a part of me somehow.

These shoes were a gift from a girl called Sarah. I hope she would be glad to hear that they made it this far. Not only around-the-world-wise but also in my life.

They were first brought into this world in China, probably a couple of years ago. Then they traveled to Canada, where Sarah got them. Because she already had another great pair of running shoes, she almost never wore them. And because I was in need – desperately actually – of some decent shoes for a little hiking, she decided to give them to me. We were roommates in Vancouver during my ‚Working Holiday‘ and at that point of time, I only had some boots with me made of something like plastic fur – whose best times were over already. I thought of them as great winter boots. But since Vancouver has its own, very mild climate, those boots got too warm indoors and too slippery outside (because they had no grip anymore). My new shoes were just perfect. Besides the hiking, I also wore them during my job at the coffee shop, to walk the laundry back and forth and for everything else I can remember. They joined me in happy times and also when I was upset.

I took them from Vancouver to Las Vegas in Spring for a vacation, before we traveled on to Toronto. They got to see the Grand Canyon (although I am not sure about that, since there was this little wall and I didn’t take them to the edge of the rim), a lot of Casinos, the desert, carried me for hours and hours through this amazing world of imagination, nature and gambling. They crossed the borders of Canada and the USA and experienced flying in a plane (at least it was the first time on some feet, being able to breathe instead of just lying in a box like on their first flight).

We stepped on Canadian ground again, although it felt different from Vancouver. There was less nature and more urban space in Toronto, it seemed kind of dirty and older compared to the west (not judging, just thinking of my shoes). We saw everything there was to see, then moved on to the Husky Farm in Northern Ontario. My shoes got out in the wild again. They were sniffed at by dozens of curious little dog’s noses, had to step in a lot of different types of ground and finally carried me around over what felt like some hundrets of kilometers. I was so grateful for having them. Every. Single. Day.

They got to hit the pedals in a car and feel the ground of a boat, walk, run, jump, rest, climb and protect my feet. And then we went to see the Niagara Falls. My shoes got wet, like many times before, but they dry quickly. We rode on a bike and went on by foot and car and foot again. Then there was the day they got to see their third continent: We flew back to Germany (they flew on, to be exact). I showed them my home city, Hamburg, and took them to a lot of events. On some few occasions I even took them for a run until I got new specialized shoes for that. After all, they weren’t so young anymore…and you should be supported in a decent manner during a run.

I also got a lot of new pairs of shoes and even used some old ones, too. But no pair can replace my shoes. Sometimes I like to wear some nice footwear, sometimes a slightly warmer type, or lighter, more open style, for that matter. In summertime as in wintertime they don’t exactly fit every occasion and, let’s be honest, they don’t look as good as a new pair of pumps.I guess most women love their shoes, as in their many, many, many, beautiful, different accessories.

But this is how I am: I prefer to wear my old-by-now, a little worn out shoes and remember how many steps we already managed to take together, which wonderful people we met and all those amazing things we have seen, on what far away ground we stepped and how easy and nice it all felt with them.

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Das Verhalten der Schlange

6 Jul

Nichts sagt so viel über die Menschen aus wie ihr Verhalten beim Warten – zum Beispiel auf den Bus. Nirgendwo sonst haben wir so viel Zeit, andere Menschen in Ruhe zu beobachten und analysieren.

Um nervöses Gezappel, Herumgelaufe, vielleicht sogar Weinen und Schreien zu unterdrücken (denn vielen fällt es wirklich schwer, einmal komplett gar nichts zu tun), lenken sich die meisten Hamburger entweder mit einer Zigarette oder mit ihrem Handy ab. Eventuell hat der eine oder andere noch eine Zeitung oder gar ein Buch in der Hand, aber eigentlich sind Textnachrichten schon alles, was wir an der Bushaltestelle ertragen. Schließlich muss die Aufmerksamkeit voll bei den womöglich jede Sekunde einfahrenden Fahrzeugen bleiben. Langsam sammeln sich ein, zwei, drei, sieben andere Menschen an der Haltestelle, so dass das nervöse Gedrängel beginnt. Hier haben die Menschen in Vancouver eine klasse Reaktion entwickelt: Sie stellen sich sofort in eine Schlange. Der erste steht auch unverrückbar an erster Stelle, der zweite an zweiter usw. Und das auch, wenn der Bus erst in 15 Minuten eintrudeln wird.

Was sich so zwanghaft anhört, ist in Wirklichkeit entspannter als alles, was ich in Hamburg jemals erlebt habe. Es ist wie ein ungeschriebenes Gesetz und doch funktioniert das System einzig aus gegenseitigem Respekt und Aufmerksamkeit. Klar wird dort auch geraucht, mit dem Handy gespielt und Zeitung gelesen. Aber die Menschen vertrauen darauf, dass der Bus schon kommen wird und sie sind daher mit ihrer Aufmerksamkeit im Hier und Jetzt und vor allem bei ihren Mitwartenden. Man unterhält sich entpannt miteinander. Und das beste: Sogar, wenn die ganze schöne lange Warteschlange mal nicht in den Bus passt, gibt es kein Gezeter und Gedrängel. Dann wird derjenige, der als erster nicht mehr reinpasst, ohne Protest zum ersten in der neuen Schlange. Beim Aussteigen aus dem Bus -hinten, wie bei uns- bedankt sich jeder (!) laut und deutlich (!) beim Fahrer. Zuerst musste ich darüber lächeln. Dann ging es gar nicht mehr ohne „thank you“. Hier sagt keiner (und schon gar nicht laut) „danke“ beim Fahrer. Könnte man doch mal ausprobieren.

Seit wir in Hamburg auch vorne einsteigen und die Fahrkarte vorzeigen müssen, hat sich die Situation entsprechend verbessert. Es bilden sich hier auch von Zeit zu Zeit Schlangen und die Leute sind alles in allem zivilisiert. Dennoch kommt es zu kleinen „Attacken“, wenn jemand versucht, sich in die Hintertür zu drängeln. Vom Aussteigen will ich gar nicht erst anfangen. Kinderwagen und Rollstühle werden zudem in Vancouver vorne rein und raus gelassen, was ich auch entspannter finde.

Sogar an Silvester, dem verrücktesten Zeitpunkt hierzulande, ging in Vancouver alles ganz zivlisiert ab, wie in jeder anderen Nacht auch. Ich habe extra ein Foto davon gemacht, weil ich es einfach nicht glauben konnte. Dazu muss natürlich gesagt sein, dass dort kein exzessives Feuerwerk in jeder Ecke brennt, sondern nur sehr vereinzelt überhaupt etwas in die Richtung stattfindet. Tja, trotzdem, Respekt!

Zivilisierte Warteschlange - an Silvester

Zivilisierte Warteschlange – an Silvester

Das kleine Regen-ABC

20 Jun

Aus gegebenem Anlass.

Am Regnen: Ist es hier in Hamburg oft.

Bei Regen: Sollte man den Schirm rausholen.

Chinese New Year’s Parade Vancouver 2012: Da hat es auch ordentlich geregnet.

Dauerregen: Kann schon mal Wochen lang gehen. Das ist dann aber schon der  echte Landregen. Den haben wir in der Stadt eher selten, aber die Hansestadt schafft schon mal ein paar Tage am Stück.

Endlosregen: Siehe auch Dauerregen.

Fütze: Entsteht nach dem Regen. (Sorry, unter P hab ich schon was anderes.)

Gewitterregen: Kann eine Abkühlung verschaffen.

Hamburger Regen: Den gibt es nur hier. So richtig schön grau und schmutzig. Und dauerhaft.

Im Regen stehen: Doof. Vor allem wenn man auf den Bus wartet.

Jack Wolfskin: Macht tolle Regenklamotten für Deutsche.

Kalt: Ist es oft während des Regens und vor allem danach.

Lola: Ich hab dich lieb!

Matsch: Nach dem Regen.

Nieselregen: Oh ja, der ist fies. Siehe auch: Sprühregen.

Ohne Regen: Ist’s auch manchmal doof

Prasseln: Schön.

Qualitätsregen: Gibt es nur in Hamburg.

Rain Boots, auch Gummistiefel: Immer eine gute Idee!

Sprühregen: Man sieht ihn nicht und wenn man dann aus der Tür geht, überrascht er dich. (In Hannover gibt es zum Beispiel keinen Sprühregen, hab ich heute erfahren.)

Tropfen: Können klein oder groß sein.

Überfrierende Nässe: Gefährlich.

Vancouver: Regen-Partner-Stadt von Hamburg! Hier regnet es genauso oft und genauso lange am Stück. Genauso verregnet: Seattle (siehe Foto).

Wetter: Macht was es will, nicht nur im April.

Xylophon: Hat nix mit Regen zu tun.

Yang: Happy Birthday!

Zum Schluss: Hoffe ihr habt alle einen schönen Abend trotz Gewitter!

Seattle

Seattle 2012